1&1 wächst schneller als geplant – doch der Frequenzstreit bleibt ungelöst
Lina Krüger1&1 CEO Dommermuth schließt Verkauf an Telefónica aus - 1&1 wächst schneller als geplant – doch der Frequenzstreit bleibt ungelöst
1&1 verzeichnet stetige Fortschritte seit dem Start des vierten deutschen Mobilfunknetzes 2023. Bis Anfang 2026 stieg der Marktanteil des Unternehmens von unter 3 % auf etwa 5–6 % – vor allem durch die Abwerbung von Kunden kleinerer virtueller Anbieter. Unterdessen liegt CEO Ralph Dommermuth weiterhin in einem Rechtsstreit mit den Regulierungsbehörden über die Frequenzvergabe.
Die Netzausbaupläne wurden schneller umgesetzt als erwartet. Bis Ende 2025 erreichte 1&1 eine Abdeckung von 27 % der deutschen Haushalte und übertraf damit das von der Bundesnetzagentur gesetzte Ziel von 25 %. Nun peilt das Unternehmen bis Ende 2026 eine Versorgungsquote von 35 % an.
Dommermuth kritisiert die Verlängerung der Niederfrequenzlizenzen für die etablierten Anbieter als rechtswidrig. Trotz des Konflikts zeigt er sich jedoch offen für pragmatische Zusammenarbeit, etwa beim gemeinsamen Nutzen von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um den Ausbau zu beschleunigen.
Die Wettbewerbslandschaft im deutschen Mobilfunkmarkt hat sich leicht verschoben. Zwar dominieren nach wie vor Deutsche Telekom (rund 38 %), Vodafone (34 %) und Telefónica O2 (23 %) den Markt, doch ihre Positionen haben leicht an Boden verloren. Dommermuth argumentiert, dass der Markteintritt von 1&1 zu sinkenden Preisen für Verbraucher geführt habe.
Gerüchte über einen möglichen Verkauf von 1&1 wurden jüngst eindeutig zurückgewiesen. Dommermuth betonte erneut sein Engagement für das Netzprojekt und erklärte, es gebe keine Pläne für einen Rückzug aus dem Geschäft.
1&1 baut sein Netz und seine Kundenbasis weiter aus, bleibt aber deutlich hinter den drei großen Anbietern zurück. Der anhaltende Rechtsstreit um die Frequenzvergabe könnte die künftige Expansion maßgeblich beeinflussen. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen darauf, bis Ende 2026 die angestrebten 35 % Haushaltsabdeckung zu erreichen.






