Abwasserstudie enthüllt: Genf führt beim Cannabiskonsum in Europa – doch andere Drogen zeigen überraschende Trends
Clara SchneiderAbwasserstudie enthüllt: Genf führt beim Cannabiskonsum in Europa – doch andere Drogen zeigen überraschende Trends
Eine neue Studie hat den Drogenkonsum in Europa untersucht, indem sie Abwasser in 37 Städten analysierte. Die Ergebnisse zeigen einen stabilen Cannabiskonsum, während sich bei anderen Substanzen Verschiebungen abzeichnen. In einigen Städten wurden deutlich höhere Werte gemessen als in anderen – an der Spitze der Cannabisnutzung steht Genf.
Die aktuelle Abwasserstudie der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) verfolgte Drogenrückstände in 37 europäischen Städten. Die Cannabiswerte blieben in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Genf führte die Rangliste an, während auch Städte in den Niederlanden, Deutschland und Slowenien einen hohen Konsum aufwiesen.
Mainz verzeichnete täglich 130,6 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner und belegte damit Platz 15. Berlin erreichte mit 172 Milligramm den vierten Platz, Frankfurt folgte auf Rang 9 mit etwa 150 Milligramm. Gleichzeitig ging der MDMA-Konsum in den meisten überwachten Städten zurück.
Die Studie stellte zudem kaum Veränderungen bei Amphetamin- und Methamphetaminwerten fest. Allerdings stieg in vielen Städten der Konsum von Kokain und Ketamin.
Die Abwasseranalysen verdeutlichen die unterschiedlichen Drogentrends in Europa: Während der Cannabiskonsum konstant blieb, nahmen Kokain und Ketamin zu, während MDMA rückläufig war. Die Daten bieten einen Einblick in die Konsumgewohnheiten in großen städtischen Gebieten.






