24 March 2026, 18:05

AfD in Brandenburg: Ausgeschlossen vom Zukunftstag wegen Extremismus-Vorwurfs

Gruppe von Schülern marschiert in Berlin mit einem bunten "Students for Future"-Schild vor einem Hintergrund aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

AfD in Brandenburg: Ausgeschlossen vom Zukunftstag wegen Extremismus-Vorwurfs

Brandenburgs Bildungsministerium schließt AfD-Landesfraktion von Berufsorientierungstag aus

Das Bildungsministerium Brandenburgs hat der AfD-Fraktion im Landtag die Teilnahme am Zukunftstag für Schüler verwehrt. Die Entscheidung folgt auf die Einstufung der Partei als "gesichert rechtsextremistisch" durch den Verfassungsschutz des Landes. Die AfD hat die Ausschließung nun gerichtlich angefochten und gleichzeitig eine eigene Ersatzveranstaltung organisiert.

Streitpunkt ist der Zukunftstag Brandenburg, eine jährliche Initiative, bei der Schüler ab der siebten Klasse eintägige Praktika absolvieren können. Die AfD-Fraktion war zunächst als teilnehmender Anbieter für die Veranstaltung 2026 gelistet worden. Das Ministerium strich sie jedoch mit Verweis auf die Einstufung des Landesverbands als "gesichert rechtsextrem" durch den Brandenburgischen Verfassungsschutz.

Die AfD-Fraktion wies die Ablehnung als unbegründet zurück und behauptete, sich zweimal angemeldet zu haben, nur um beide Male gelöscht zu werden. Sie kritisierte die Einstufung als fehlerhaft und berief sich auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln von Februar 2026. Damals war der "gesicherte" Extremismusvorwurf gegen die Bundes-AfD vorläufig ausgesetzt worden, bis eine endgültige Entscheidung fällt. Der Landesverband erwartet nun, dass auch seine eigene Einstufung aus ähnlichen Gründen aufgehoben wird.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als Reaktion auf den Ausschluss veranstaltete die AfD einen eigenen Zukunftstag. Gleichzeitig kündigte die Fraktion rechtliche Schritte an, während das Ministerium auf der Rechtmäßigkeit seiner Entscheidung beharrt. Verwaltungsgerichte haben die Ausschließung bereits zweimal bestätigt.

Die AfD-Landesverbände in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg gelten weiterhin als "gesichert rechtsextrem" bei den jeweiligen Verfassungsschutzbehörden. Kürzlich kam Niedersachsen hinzu, während die Bundes-AfD als "Verdachtsfall" eingestuft bleibt. Diese Klassifizierungen ermöglichen den Geheimdiensten eine Beobachtung der Partei in diesen Regionen, ohne dass bisher weitere Maßnahmen gegen ihre Strukturen ergriffen wurden.

Der Rechtsstreit der AfD gegen die Extremismus-Einstufung in Brandenburg läuft noch. Vorerst bleibt die Partei von offiziellen schulischen Berufsorientierungsveranstaltungen im Land ausgeschlossen. Das Urteil könnte Präzedenzwirkung für ähnliche Fälle in anderen Bundesländern haben, in denen die AfD unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht.

Quelle