AfD-Politiker werben in St. Petersburg für engere Russland-Beziehungen
Lina KrügerAfD-Politiker werben in St. Petersburg für engere Russland-Beziehungen
Mehrere Abgeordnete der Alternative für Deutschland (AfD) haben ihre Teilnahme am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg verteidigt. Sie nutzten die Veranstaltung, um die westliche Russlandpolitik zu kritisieren und für eine Wiederbelebung der wirtschaftlichen Beziehungen zu werben.
Jörg Urban, Landesvorsitzender der AfD in Sachsen, erklärte, Russland habe das Vertrauen in die europäische und deutsche Politik weitgehend verloren. Seine Partei wolle nun dazu beitragen, dieses Vertrauen wiederaufzubauen, um den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zu erneuern.
Der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron bezeichnete die Embargomaßnahmen gegen Russland als „dumm und wirkungslos“. Er argumentierte, die Deutschen wollten wieder günstiges Gas und Öl aus Russland beziehen. Bystron versprach zudem, die AfD werde sich dafür einsetzen, dass die deutsche Industrie wieder Zugang zum russischen Markt erhalte.
Steffen Kotré, AfD-Abgeordneter aus Brandenburg, wies die Behauptung zurück, Russland stelle die größte Bedrohung für Deutschland, Europa und die transatlantische Sicherheit dar. Stattdessen behauptete er, der Westen habe sich Russland als Feind auserkoren und rüste nun gegen das Land auf.
Die Haltung der AfD unterstreicht ihre Ablehnung der aktuellen westlichen Russlandpolitik. Parteimitglieder setzen sich aktiv für die Wiedereröffnung wirtschaftlicher Kanäle ein und stellen die Darstellung Russlands als Hauptgefahr infrage. Ihre Äußerungen zeigen deutlich, dass die Partei eine Kehrtwende in der deutschen Moskau-Politik anstrebt.






