23 April 2026, 02:06

Amanda Knox unterstützt verurteilte Kindermörderin Lucy Letby – und löst Empörung aus

Altes Buch mit dem Titel 'Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue' geöffnet auf einer Seite mit schwarzem Text.

Amanda Knox unterstützt verurteilte Kindermörderin Lucy Letby – und löst Empörung aus

Amanda Knox hat öffentlich ihre Unterstützung für Lucy Letby erklärt, die Krankenschwester, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde. Bei einer Veranstaltung in London gab Knox bekannt, dass sie Letby im Gefängnis Briefe sowie ein Exemplar ihrer Autobiografie zugeschickt habe. Dieser Schritt hat scharfe Kritik von der Familie von Meredith Kercher ausgelöst, der britischen Studentin, deren Mord Knox einst selbst vorgeworfen wurde.

Knox sprach im Greenwich Picturehouse in London während der Vorstellung ihres Dokumentarfilms Mouth of the Wolf. Sichtbar bewegt berichtete sie über ihre eigene fehlerhafte Verurteilung und spätere Freisprüche in Italien. Ein Zuschauer enthüllte später, Knox habe Letby in ihren Briefen dazu aufgefordert, "an der Hoffnung festzuhalten".

Die ehemalige Austauschstudentin schickte zudem einen Brief an Letbys Eltern, dem sie ihr 2022 erschienenes Buch Frei beilegte, in dem sie ihr Leben nach der Haft schildert. Knox argumentierte, dass ein Urteil auch ohne eindeutigen Beweis der Unschuld hinterfragt werden sollte – ein "rauchendes Gewehr" sei nicht nötig, um an seiner Gerechtigkeit zu zweifeln.

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Ihre Äußerungen lösten Empörung bei der Familie Kercher aus. Ihr Anwalt, Francesco Maresca, warf Knox vor, das Andenken an Meredith Kercher für persönliche Zwecke auszunutzen. Er betonte die Wut der Familie und erklärte, es reiche nun "langsam". Knox hatte bereits 2013 mit Waiting To Be Heard ("Ich warte darauf, gehört zu werden") ihre Erlebnisse während des ursprünglichen Prozesses und der Inhaftierung beschrieben.

Knox' Unterstützung für Letby kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die verurteilte Krankenschwester weiterhin gegen ihr Urteil in Berufung geht. Die Briefe und öffentlichen Stellungnahmen haben die Debatte über Knox' eigene Vergangenheit und ihr Engagement für Menschen, die sie für zu Unrecht Inhaftierte hält, neu entfacht. Der Anwalt der Familie Kercher hat deutlich gemacht, dass sie ihre Einmischung in hochkarätige Rechtsfälle ablehnen.

Quelle