Bahn-Streichungen in Bayern drohen: Marodes Schienennetz gefährdet Fahrplan
Emma MayerMarode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Bahn-Streichungen in Bayern drohen: Marodes Schienennetz gefährdet Fahrplan
Deutsche Bahn könnte Zugverbindungen in ganz Bayern streichen – wegen des maroden Schienennetzes
Die mögliche Einschränkung des Fahrplans wurde vom CSU-Verkehrsexperten Jürgen Baumgärtner nach einem Gespräch mit dem Konzernchef des Unternehmens bekannt. Eine offizielle Bestätigung der Deutschen Bahn wird in den kommenden Tagen erwartet.
Die Warnungen kommen nach Jahren der Unterfinanzierung der bayerischen Schieneninfrastruktur. Laut Berichten könnten die Reparaturen der bröckelnden Gleise noch ein weiteres Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Unterdessen betonte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), er werde "alles daran setzen", um Streichungen zu vermeiden.
Bernreiter hatte bereits einen Vorschlag der Deutschen Bahn abgelehnt: die monatelange Vollsperrung der Strecke München–Rosenheim, die für 2028 geplant war. Auch die Grünen meldeten sich zu Wort und forderten die Landesregierung auf, die Mittel für dringend notwendige Sanierungen aufzustocken.
Einige Großprojekte laufen bereits. Die Arbeiten an der Strecke Nürnberg–Regensburg begannen 2026 und sollen bis Anfang 2028 abgeschlossen sein. Der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Kaufbeuren startete Ende Februar 2026 und soll noch im selben Jahr fertiggestellt werden. An der Universität Bayreuth wird die erste Phase eines neuen Gebäudemanagementsystems – 2020 bewilligt – voraussichtlich bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.
Eine endgültige Entscheidung über mögliche Zugausfälle steht bei der Deutschen Bahn noch aus. Eine offizielle Stellungnahme wird bis Ende dieser oder Anfang nächster Woche erwartet. Ausschlaggebend wird sein, ob Land und Bahnbetreiber Lösungen für die langjährigen Probleme des Netzes finden können.