Berlin feiert Newroz erstmals an zwei großen Kulturorten mit verbotenen Traditionen
Clara SchneiderBerlin feiert Newroz erstmals an zwei großen Kulturorten mit verbotenen Traditionen
Berlin bereitet erste großangelegte Newroz-Feiern an zwei bedeutenden Kulturorten vor
Das Haus der Kulturen der Welt und das Humboldt Forum richten jeweils Veranstaltungen zum Newroz-Fest aus, das den persischen Neujahrstag markiert. Die diesjährigen Programme stellen Bräuche aus dem Iran, Afghanistan, kurdischen Gemeinschaften und Zentralasien in den Mittelpunkt – viele davon stammen aus Ländern, in denen sie unterdrückt werden.
Im Haus der Kulturen der Welt steht der Newroz-Abend ganz im Zeichen der persischen Kultur und Künstlerinnen, mit einem besonderen Fokus auf den Iran. Besucher:innen erwarten performative Lesungen, ein Live-Konzert und ein DJ-Set. Die Feier ist Teil einer größeren Initiative, um Traditionen zu würdigen, die in Ländern wie dem Iran oder Afghanistan verboten sind.
Das Humboldt Forum widmet den gesamten Samstag dem Newroz-Fest im Rahmen seines Jahresprogramms "Beziehungen: Familie". Sieben Berliner Vereine gestalten das Fest gemeinsam: Mehr und PUK e.V. präsentieren perspektiven aus dem Iran und Afghanistan, während Yekmal, Mittani und Royavida kurdische Musik und Tänze beisteuern. GAFCA und San'at bringen zudem zentralasiatische und usbekische Bräuche ein.
Newroz, das weltweit von rund 300 Millionen Menschen gefeiert wird, hat eine tiefe Bedeutung für persische, kurdische, türkische und südasiatische Gemeinschaften. In Berlin trifft sich die kurdische Community separat am Freitag am Waterloo Ufer 7, um das Fest wie gewohnt mit Musik und Tanz zu begehen.
Beide Veranstaltungsorte richten Newroz in diesem Format erstmals aus. Die Events bieten eine Bühne für Kulturen, in denen das Fest unterdrückt wird. Die Organisator:innen wollen vielfältige Traditionen unter einer Feier vereinen – ein Spiegel für die globale Strahlkraft von Newroz.






