05 June 2026, 17:58

Betrüger erpressen Balkon-Solarbesitzer mit gefälschten Bundesnetzagentur-Briefen

Strafzahlung für Balkonkraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrüger erpressen Balkon-Solarbesitzer mit gefälschten Bundesnetzagentur-Briefen

Besitzer von Mini-Photovoltaikanlagen auf Balkonen werden Ziel einer neuen Betrugsmasche mit gefälschten Behördenschreiben

Betrüger verschicken derzeit gefälschte Briefpost, die vorgeblich von der Bundesnetzagentur stammt und Geldstrafen für nicht angemeldete Balkon-Solaranlagen fordert. Die Behörden warnen nun vor der Betrugsmasche, um weitere Opfer zu schützen.

Die betrügerischen Schreiben werfen den Empfängern vor, ihre Photovoltaik-(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister registriert zu haben. Tatsächlich sind Betreiber von Balkon-Solarmodulen nach deutschem Recht verpflichtet, ihre Anlagen innerhalb eines Monats nach Installation anzumelden. Zudem müssen sie jährlich Zählerstände melden, um die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu erhalten.

Die gefälschten Briefe fordern die Empfänger auf, ihre Anlage umgehend zu registrieren und eine EEG-Jahresmeldung einzureichen. Anschließend verlangen sie eine „Gebühr“ von 41,60 Euro – bei Nichtzahlung innerhalb von 14 Tagen drohe eine „volle Strafe“ von 208 Euro. Die Bundesnetzagentur weist auf mehrere Ungereimtheiten hin, darunter falsche Absenderadressen, Telefonnummern und E-Mail-Angaben.

Zwar können bei unterlassener Anmeldung einer Balkon-Solaranlage tatsächlich Bußgelder fällig werden, doch die Behörde bestätigt, dass es sich bei den Schreiben um Fälschungen handelt. Betroffene werden aufgefordert, die Zahlungsaufforderungen zu ignorieren und den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen. Die Warnung soll finanzielle Verluste verhindern und über die Methoden der Betrüger aufklären.

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Die Bundesnetzagentur gibt den Hinweis in einer Phase heraus, in der immer mehr Haushalte auf kleine Solarlösungen setzen. Besitzer von Balkon-PV-Anlagen sollten verdächtige Schreiben direkt bei der Behörde überprüfen. Die empfohlene Vorgehensweise bleibt: gefälschte Briefe ignorieren und den Behörden melden.

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