Brandenburg revolutioniert Hochschulen: Berufungen in Rekordzeit möglich
Lina KrügerBrandenburg revolutioniert Hochschulen: Berufungen in Rekordzeit möglich
Brandenburg will Berufungen an Hochschulen stärker beschleunigen als jedes andere Bundesland
Die Landesregierung hat ein neues Hochschulgesetz verabschiedet, das die Einstellungsverfahren für Professoren um die Hälfte verkürzen soll. Damit will Brandenburg bis 2026 zur führenden Adresse für Spitzenkräfte in der Wissenschaft werden.
Das Kabinett billigte einen Gesetzentwurf, der das Hochschulsystem des Landes grundlegend reformiert. Bisher dauert die Berufung einer Professorin oder eines Professors zwischen 12 und 24 Monate. Künftig soll das Verfahren auf sechs bis zwölf Monate verkürzt werden.
Betroffen sind alle sieben staatlichen Hochschulen Brandenburgs, darunter die Universität Potsdam, die BTU Cottbus-Senftenberg sowie fünf Fachhochschulen. Die Änderungen setzen eine Vereinbarung aus dem Jahr 2025 zwischen dem Land, der Universität Potsdam und der Hasso-Plattner-Stiftung um.
Die Reformen geben den Hochschulen dauerhaft mehr Entscheidungsbefugnis bei Berufungen und Beförderungen. Gleichzeitig sollen Bürokratie abgebaut und Exzellenz in der Personalauswahl gestärkt werden. Auch die Studienplatzvergabe wird vereinfacht.
Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) spielt in dem Plan eine zentrale Rolle: Ein neuer Campus in Potsdam soll es zum führenden europäischen Zentrum für Digitalwissenschaften ausbauen. Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, bezeichnete die Neuerungen als "wichtigen Schritt zu mehr Autonomie und internationaler Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen".
Das Gesetz soll im März 2026 in Kraft treten. Brandenburgs Hochschulen erhalten dann mehr Spielraum bei Einstellungen und Beförderungen. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Reformen das Land im globalen Wettbewerb um akademische Talente stärker positionieren.






