15 May 2026, 16:04

Braunschweig reformiert Winterdienst nach massiver Kritik an Schneechaos 2024

Eine Reihe von Fahrrädern, teilweise mit Schnee bedeckt, mit einem Baumstamm und Straße daneben.

Braunschweig reformiert Winterdienst nach massiver Kritik an Schneechaos 2024

Der Stadtrat von Braunschweig hat einen Plan zur Überprüfung und Verbesserung der Winterdienstleistungen verabschiedet – als Reaktion auf massive Kritik an den Schneeräumarbeiten der letzten Saison. Anwohner und Verkehrsteilnehmer hatten sich über ungeräumte Straßen, blockierte Radwege und Verzögerungen bei der Freihaltung wichtiger Routen für Fußgänger und Radfahrer beschwert.

Die heftigen Schneefälle des vergangenen Winters, insbesondere die schweren Behinderungen durch Sturm „Elli“, offenbarten Schwachstellen in der städtischen Instandhaltung. Seither wird eine bessere Ausstattung und Planung gefordert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS übt scharfe Kritik an der Schneeräumung in der Stadt. Radwege wurden im Schnitt nur alle 19 Stunden geräumt, während viele Straßen – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Helmstedter Straße – tagelang unberührt blieben oder nur teilweise freigeräumt wurden. Teilweise waren ganze Bereiche unpassierbar, sodass Anwohner sich durch gefährliche Verhältnisse kämpfen mussten.

Sturm „Elli“ verschärfte die Lage Anfang 2024 zusätzlich: Meterhohe Schneeverwehungen legten den Zugverkehr lahm, Schulen blieben geschlossen, und Straßen waren blockiert. Obwohl die Einsatzkräfte im Dauerbetrieb arbeiteten, erforderte Neuschnee oft sofortige Nachräumungen – die vorhandenen Kapazitäten waren damit überlastet. Kritiker warfen dem Dienstleister ALBA vor, weder über ausreichend Personal noch über die nötige Technik zu verfügen, um anhaltende Schneefälle effektiv zu bewältigen.

Als Konsequenz beschloss der Rat einen Antrag, der eine detaillierte Aufschlüsselung der Mehrkosten für den Ausbau der Räumdienste und eine häufigere Beseitigung von Schnee und Eis fordert. Zudem soll die personelle und technische Ausstattung von ALBA umfassend überprüft werden. Da der Mobilitätsentwicklungsplan 2035+ nachhaltige Verkehrsformen priorisiert, gilt eine mangelhafte Winterinstandhaltung als Hindernis für sicheres Radfahren und Zu-Fuß-Gehen – zentrale Ziele der langfristigen Stadtstrategie.

Die beschlossenen Maßnahmen zielen nun darauf ab, den Winterdienst zu stärken und so die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. In den kommenden Monaten wird ein Bericht zu den erforderlichen Ressourcen und möglichen Verbesserungen erwartet. Die Überprüfung soll verhindern, dass es bei Extremwetterlagen wie im vergangenen Winter erneut zu Verzögerungen und Gefahren kommt.

Quelle