Bremen fordert härtere Strafen und mehr Schutz für Nahverkehrsmitarbeiter
Lina KrügerBremen fordert härtere Strafen und mehr Schutz für Nahverkehrsmitarbeiter
Bremen fordert schärfere Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten im Öffentlichen Nahverkehr
Nach mehr als 3.200 registrierten Angriffen auf Mitarbeiter des öffentlichen Verkehrs in ganz Deutschland im vergangenen Jahr drängt Bremen auf strengere Schutzmaßnahmen. Die Stadtregierung hat eine Reihe von Forderungen vorgelegt, darunter härtere Strafen für Täter sowie bessere Sicherheit in Zügen und an Bahnhöfen.
Im Mittelpunkt der Bremer Vorschläge steht ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern in Bahnanlagen. Die Verantwortlichen argumentieren, dass strengere Kontrollen notwendig seien, um das Risiko gewalttätiger Vorfälle zu verringern. Zudem fordert die Stadt einen Echtzeit-Zugriff der Bundespolizei auf die Videoaufzeichnungen in den Zügen, um im Notfall schneller reagieren zu können.
Bremen lehnt jedoch den Vorschlag ab, dass allein technische Lösungen – wie Kameras oder digitales Ticketing – Angriffe verhindern könnten. Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, betonte, dass Personal weiterhin ein zentraler Bestandteil der Sicherheit bleiben müsse. Die Idee, digitale Systeme könnten einen Angriff im entscheidenden Moment stoppen, wies sie zurück.
Obwohl Bremen einen gemeinsamen Aktionsplan für mehr Sicherheit im Schienenverkehr unterstützt, besteht die Stadt auf klare Zuständigkeiten und langfristige Finanzierung. Statt starrer bundesweiter Vorgaben – wie der verpflichtenden Doppeltbesetzung in allen Zügen – setzt Bremen auf eine risikobasierte Herangehensweise. Zusätzliche Mittel für Zugbegleiter und Sicherheitsteams gelten als entscheidend, um die Züge sicherer zu machen.
Darüber hinaus fordert Bremen mehr Bundespolizisten an Bahnhöfen und in den Zügen. Eine sichtbare Sicherheitspräsenz wirke abschreckend und ermögliche im Ernstfall schnellere Hilfe, so die Begründung der Stadt.
Die Forderungen kommen zu einer Zeit, in der Angriffe auf Verkehrsmitarbeiter ein ernsthaftes Problem bleiben. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, wären strengere Strafen für Täter, mehr Sicherheitspersonal und eine bessere Abstimmung zwischen Polizei und Bahnbetreibern die Folge. Bremens Initiative spiegelt den wachsenden Druck wider, die Gewalt im öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland einzudämmen.






