07 April 2026, 20:07

Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Verträge und Ausbeutung

Schwarzer und weißer Poster mit Fotos von Cantus Collin und Konrad Junghänel, mit Text über das Konzert.

Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Verträge und Ausbeutung

Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen

Bei der Berliner Firma 36 Stage XL, die für den Aufbau großer Konzertbühnen zuständig ist, fordern Mitarbeiter:innen bessere Arbeitsbedingungen. Die Beschäftigten haben sich in einer Betriebsgruppe unter dem Dach der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU organisiert, um gegen prekäre Verträge und unsichere Arbeitspraktiken vorzugehen. Die Kampagne rückt Probleme wie unbezahlte Krankheitstage und instabile Einkommen in den Fokus – Betroffene arbeiten oft hinter den Kulissen der größten Events der Stadt.

Germán García, ein ehemaliger Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL, geriet nach einer Krankheit in finanzielle Not. Ursprünglich auf Minijob-Basis beschäftigt, erhielt er für ausgefallene Schichten keinen Lohn und bekam später kaum noch Arbeit zugewiesen. Seine Erfahrung steht exemplarisch für die Kritik an den Beschäftigungsbedingungen des Unternehmens.

36 Stage XL baut und betreut Bühnen für internationale Stars wie Metallica, Tame Impala oder Lady Gaga in Locations wie der Uber Arena oder dem Olympiastadion. Trotz seiner prominenten Rolle könnten die Verträge des Unternehmens gegen deutsches Arbeitsrecht verstoßen – das legt zumindest ein von der FAU in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten nahe.

Die neu gegründete Initiative Stage Workers United klärt nun über Arbeitsrechte, Sicherheitsvorschriften sowie den Umgang mit Belästigung oder Diskriminierung auf. Die FAU strebt Verhandlungen mit der Geschäftsführung an, um dauerhafte Verträge, rechtliche Compliance und sichere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

Die Beschäftigten setzen zudem auf Öffentlichkeitsarbeit. Ihre Aktionen haben bereits Aufmerksamkeit für die prekären Verhältnisse in Berlins Veranstaltungsszene geschaffen. Der Druck der FAU-Kampagne zwingt 36 Stage XL, sich mit Vertragsproblemen und Arbeitssicherheit auseinanderzusetzen. Gespräche mit der Unternehmensführung könnten zu stabileren Beschäftigungsverhältnissen führen. Bis dahin organisieren sich die Arbeiter:innen weiter, unterstützen sich gegenseitig mit gemeinsamen Ressourcen und rechtlichem Beistand.

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