Bundesregierung zahlt Millionen wegen Rechenfehlers an Auslandsbeamte aus
Clara SchneiderBundesregierung zahlt Millionen wegen Rechenfehlers an Auslandsbeamte aus
Die deutsche Bundesregierung hat aufgrund eines Rechenfehlers zu hohe Auslandszulagen an im Ausland tätige Beamte gezahlt. Der Fehler führte zu überhöhten Zahlungen an mehreren Auslandsvertretungen und verursachte Kosten in Höhe von etwa fünf Millionen Euro. Rechtliche Hürden verhindern nun, dass die Regierung die zu viel gezahlten Gelder zurückfordert.
Der Fehler entstand, weil alle Werte fälschlicherweise als positive Zahlen erfasst wurden. Dadurch wurden die Zonenstufen für zahlreiche Standorte falsch hoch eingestuft. In der Folge wurden die Zulagen an etwa einem Drittel der 220 deutschen Auslandsvertretungen zu hoch ausgezahlt – darunter auch in Litauen, wo Soldaten der Bundeswehr stationiert sind.
Das Auswärtige Amt hat den Fehler inzwischen bei der diesjährigen Anpassung der Zonenstufen korrigiert. Nun prüfen Beamte, ob Schadensersatzansprüche gegen das für die Fehlberechnung verantwortliche Unternehmen geltend gemacht werden sollen.
Die finanziellen Folgen des Fehlers belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. Die Regierung kann die überzahlten Beträge von den betroffenen Beamten nicht zurückverlangen. Eine Entscheidung über mögliche Forderungen an das beteiligte Unternehmen steht noch aus.






