21 April 2026, 06:05

Bundeswehr verstärkt Schulpräsenz – über 2.000 Einsätze in drei Monaten

Schüler in Berlin marschieren mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild gegen eine Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Bundeswehr verstärkt Schulpräsenz – über 2.000 Einsätze in drei Monaten

Die deutschen Streitkräfte, die Bundeswehr, haben ihre Präsenz an Schulen im ganzen Land deutlich ausgeweitet. Zwischen Januar und März 2024 führte sie 2.013 Besuche in Bildungseinrichtungen durch. Kritiker werfen der Bundeswehr vor, damit Jugendliche bereits in jungem Alter militärischem Einfluss auszusetzen.

Am häufigsten war die Bundeswehr in Bayern vertreten – mit 562 Einsätzen. Es folgten Niedersachsen mit 269, Nordrhein-Westfalen mit 291 und Baden-Württemberg mit 219 Besuchen. Neben Schulen hielt das Militär zudem 20 Veranstaltungen an Hochschulen im gesamten Bundesgebiet ab.

Die Zunahme der Schulbesuche stößt auf Kritik. Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Linken, bezeichnet uniformierte Jugendoffiziere und Berufsberater als gezielte Instrumente. Ihres Erachtens dienen diese Besuche dazu, Minderjährige lange vor Erreichen des Rekrutierungsalters mit dem Militär vertraut zu machen.

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Zwar ist der Bundeswehr der Austausch mit Schülerinnen und Schülern erlaubt, doch gelten strenge Regeln: Eine aktive Anwerbung für den Militärdienst ist in Schulen verboten und schränkt den Rahmen dieser Kontakte ein.

Im ersten Quartal 2024 verzeichnete die Bundeswehr einen deutlichen Anstieg der Schulbesuche im Vergleich zu den Vorjahren. Mit über 2.000 Einsätzen bleibt das Militär im Bildungsbereich präsent. Der Trend sorgt weiterhin für Diskussionen über den Einfluss der Streitkräfte auf junge Menschen.

Quelle