Deutschland prüft Abschiebungen per Schiff – doch bisher keine Zwangsrückführungen nach Syrien
Clara SchneiderDeutschland prüft Abschiebungen per Schiff – doch bisher keine Zwangsrückführungen nach Syrien
Deutsche Behörden prüfen derzeit neue Wege, um Rückführungen nach Syrien zu organisieren – darunter auch die mögliche Nutzung von Schiffen für Abschiebungen. Dieser Schritt erfolgt, während Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) eine harte Linie in der Migrationspolitik fordert. Bisher haben seit dem Beginn des aktuellen Vorgehens Ende 2024 jedoch noch keine Zwangsabschiebungen stattgefunden.
Seit Dezember 2024 hat Deutschland keine offiziellen Abschiebungen von Syrern mehr durchgeführt, nachdem das Regime von Baschar al-Assad gestürzt wurde. Die Aufzeichnungen zeigen lediglich freiwillige Rückkehre: 139 im vergangenen Jahr und 15 im Jahr davor. Hessens Innenminister Roman Poseck betont, dass freiwillige Ausreisen weiterhin Priorität haben sollten.
Poseck argumentiert jedoch, dass Abschiebungen als Mittel zur Förderung freiwilliger Rückkehre nicht ausgeschlossen werden dürften. Er beschreibt die Lage als eine, die harte Entscheidungen erfordere – selbst wenn diese unpopulär seien. Unterdessen prüfen Sicherheitsbehörden alternative Methoden für Rückführungen, wobei Schiffe als praktikable Option gelten. Begründet wird dies mit ihrer höheren Kapazität und der Mittelmeerküste Syriens, die eine direkte Route ermögliche.
Die Debatte über Abschiebemethoden hält an, wobei Schiffe nun als mögliche Alternative zu Flugzeugen in Betracht gezogen werden. Posecks Haltung bleibt klar: Durch den Druck möglicher Abschiebungen könnten mehr Syrer zu einer freiwilligen Rückkehr bewegt werden. Bisher haben seit der Politikänderung Ende 2024 jedoch nur freiwillige Ausreisen stattgefunden.






