Deutschland startet Privatisierung von Sefe mit Milliarden-Kapitalerhöhung
Lina KrügerDeutschland startet Privatisierung von Sefe mit Milliarden-Kapitalerhöhung
Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter in Deutschland. Die Bundesregierung strebt an, durch eine Kapitalerhöhung zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro einzunehmen. Dies markiert den ersten Schritt, um den vollständigen staatlichen Besitzanteil am Energieunternehmen schrittweise abzubauen.
Der Druck zur Beschleunigung des Prozesses wächst angesichts steigender Gaspreise und geopolitischer Spannungen. Zudem verlangen die Vorschriften der Europäischen Kommission, dass Deutschland seinen Anteil bis Ende 2028 um mindestens 75 Prozent reduziert.
Sefe betreibt kritische Energieinfrastruktur, darunter Gasspeicher, Pipelines und eine in Großbritannien ansässige Handelsabteilung. Das Unternehmen hat erklärt, diese Kernvermögen zusammenzuhalten, statt sie für separate Verkäufe aufzuspalten.
Nach der ersten Kapitalerhöhung könnten weitere Maßnahmen folgen – etwa ein Börsengang –, um den staatlichen Einfluss weiter zu verringern. Gleichzeitig prüfen Beamte eine mögliche Fusion zwischen Sefe und Uniper, einem weiteren großen deutschen Gasimporteur.
Unterdessen haben die USA eine letzte einmonatige Sanktionen-Ausnahme für Naftna Industrija Srbije (NIS) erteilt, ein serbisches Ölunternehmen, das von russischen Entitäten kontrolliert wird. Parallel erwägt Moldau die Verstaatlichung seines Gasversorgers Moldovagaz im Rahmen eines anhaltenden Streits mit Gazprom.
Die Privatisierung von Sefe wird schrittweise erfolgen, beginnend mit der Kapitalerhöhung. Weitere Schritte, darunter ein möglicher Börsengang, könnten folgen. Der Prozess muss den EU-Vorgaben entsprechen, die eine deutliche Reduzierung des staatlichen Besitzes bis 2028 vorsehen.






