Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert
Lina KrügerDeutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert
Deutschland verpasst Frist für Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie
Die Richtlinie sollte Lohnungleichheiten offenerlegen und hätte bis zum 7. Juni 2023 in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Doch Verzögerungen im Gesetzgebungsverfahren haben den Zeitplan durcheinandergebracht.
Das federführende Bundesfamilienministerium hat die notwendigen Schritte noch immer nicht abgeschlossen. Weitere Abstimmungen sind erforderlich, bevor die Richtlinie in Kraft treten kann.
Die EU-Lohntransparenzrichtlinie zielt darauf ab, Gehaltsunterschiede in verschiedenen Branchen sichtbar zu machen. Die Mitgliedstaaten – darunter Deutschland – hatten bis zum 7. Juni 2023 Zeit, die neuen Regeln zu übernehmen. Doch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) liegt im Rückstand.
Zwar wurden Vorbereitungen getroffen, doch das Ministerium bestätigte, dass die ursprüngliche Frist nicht eingehalten werden kann. Wann die Richtlinie vollständig umgesetzt wird, steht noch nicht fest.
Unterdessen beobachten Journalisten wie Franziska Martin die Entwicklungen in der Arbeitsmarktpolitik genau. Als Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt berichtet sie über die Auswirkungen von KI auf Beschäftigung und gesellschaftliche Veränderungen in der Arbeitskultur. Bevor sie in ihre aktuelle Position wechselte, arbeitete sie jahrelang als Reporterin im Technologiebereich – unter anderem mit vertieften Analysen zur KI-Branche während ihrer Zeit beim Manager Magazin.
Durch die Verzögerung müssen sich Arbeitnehmer in Deutschland weiter gedulden, bis mehr Lohntransparenz herrscht. Das Bundesfamilienministerium muss nun seine Anstrengungen beschleunigen, um die EU-Vorgaben zu erfüllen. Sobald die Richtlinie gilt, werden Unternehmen verpflichtet sein, Gehaltsinformationen offenzulegen – ein wichtiger Schritt gegen ungerechte Bezahlungspraktiken.






