21 March 2026, 04:05

Dierfeld schafft 100-Prozent-Wahlbeteiligung und plant riesiges Solarfeld in der Eifel

Ein kleines Dorf mit bunt bemalten Häusern in verschiedenen Größen, das in einem üppigen grünen Tal umgeben von Bäumen und Gras liegt.

Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfeld schafft 100-Prozent-Wahlbeteiligung und plant riesiges Solarfeld in der Eifel

Dierfeld, die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, sorgt mit einer bemerkenswerten Leistung für Schlagzeilen: eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent bei der jüngsten Landtagswahl. Mit nur acht wahlberechtigten Einwohnern sammelte der Bürgermeister alle Stimmzettel ein und schickte sie per Post ab. Das Dorf fällt zudem durch ehrgeizige Pläne auf, darunter ein 15 Hektar großes Solarfeld, das die erneuerbaren Energien vorantreiben und lokale gemeinnützige Projekte unterstützen soll.

Dierfeld, in dem gerade einmal 15 Menschen leben, liegt eingebettet zwischen Wäldern und Feldern im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Das Anwesen, das die Familie von Greve Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb, ist bis heute der größte Arbeitgeber des Ortes und spezialisiert auf die Zucht von Zierpflanzen und Sträuchern. Die Gemeinde verwaltet 14 Hektar kommunalen Wald sowie weitere 180 Hektar Privatwald.

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Um die Wahlgeheimhaltung zu gewährleisten, schloss sich Dierfeld mit dem Nachbarort Manderscheid zu einem gemeinsamen Wahlbezirk zusammen. Der Bürgermeister – selbst ein Mitglied der Familie von Greve – sammelte persönlich alle acht Stimmen ein und versandte sie. Diese Vorgehensweise sicherte die vollständige Beteiligung, ein seltenes Phänomen bei Wahlen.

Doch Dierfeld glänzt nicht nur mit seiner einzigartigen Wahlbeteiligung. Das Dorf treibt ein großes Projekt für erneuerbare Energien voran: Auf einer Fläche von 15 Hektar entsteht ein Solarpark, der sauberen Strom erzeugen und gleichzeitig lokale wohltätige Initiativen finanzieren soll. Zudem unterhält der Ort eine eigene Kapelle und einen Friedhof, was das Gefühl einer eng verbundenen Gemeinschaft noch verstärkt.

Rheinland-Pfalz zählt rund 2.300 Gemeinden, von denen etwa 140 weniger als 100 Einwohner haben. In der Nähe liegen Hamm (16 Einwohner) und Keppeshausen (17 Einwohner), die zu den kleinsten Orten der Region gehören – ihre Wahlverfahren unterscheiden sich jedoch von denen in Dierfeld.

Das Solarpark-Projekt wird die Kapazitäten für erneuerbare Energien in Dierfeld erweitern und Mittel für lokale Zwecke bereitstellen. Mit voller Wählerbeteiligung und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit setzt das Dorf ein Beispiel für kleine Gemeinden. Die Verbindung aus Tradition, Innovation und bürgerlichem Engagement macht Dierfeld zu einem besonderen Fleckchen in Rheinland-Pfalz.

Quelle