23 May 2026, 02:11

Dobrindt lehnt Warnungen vor AfD-Machtübernahme in Ostdeutschland ab

Inneres: Dobrindt warnt vor AfD-Putsch-Gerüchten

Dobrindt lehnt Warnungen vor AfD-Machtübernahme in Ostdeutschland ab

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Warnungen vor einem möglichen Machtgriff der rechtspopulistischen AfD nach den Landtagswahlen in Ostdeutschland zurückgewiesen. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Beamte Bedenken über die Pläne der Partei äußern, die Landesverwaltungen im Falle eines Wahlsiegs umzugestalten.

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Der Minister nahm auch Stellung zu Vorwürfen ausländischer Einmischung in die anstehenden Wahlen und relativierte Befürchtungen einer massiven Beeinflussung – trotz der Anerkennung laufender Desinformationskampagnen.

Dobrindt hinterfragte die Notwendigkeit, sich auf ein Szenario vorzubereiten, das er als unwahrscheinlich bezeichnete: eine Alleinregierung der AfD. Er argumentierte, dass die Malerei „apokalyptischer Szenarien“ über den Einfluss der Partei wenig sinnvoll sei. Seine Aussagen folgten auf Warnungen des Thüringer Innenministers Georg Maier (SPD), der die AfD-Pläne in Sachsen-Anhalt als möglichen „Staatsstreich“ bezeichnete.

Der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hatte angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs seiner Partei 150 bis 200 Positionen in der Landesverwaltung neu zu besetzen. Dobrindt lehnte jedoch Forderungen nach Schutzmaßnahmen ab, die der AfD den Zugang zu sensiblen Sicherheitsinformationen verwehren sollten. Stattdessen betonte er die Bedeutung politischer Gegenmaßnahmen, um solchen Entwicklungen zu begegnen.

Zur ausländischen Einmischung bestätigte Dobrindt zwar das Vorhandensein von Desinformations- und Einflusskampagnen in sozialen Medien, auch durch ausländische Akteure. Einen spürbaren Anstieg solcher Aktivitäten vor den Wahlen gebe es jedoch nicht, so der Minister. Zudem lägen keine Hinweise auf ernsthafte Versuche vor, die Landtagswahlen gezielt zu manipulieren.

Dobrindts Aussagen deuten auf eine Zurückhaltung hin, Notfallmaßnahmen gegen den Aufstieg der AfD einzuleiten. Sein Fokus liegt auf politischen Lösungen statt auf präventiven Einschränkungen. Unterdessen hält die Debatte über die möglichen Auswirkungen der Partei auf die Landesregierung vor den Wahlen an.

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