03 May 2026, 22:04

Doppelhaushalt 2027/2028: Steuern rauf, Rente flexibel, Bildung gestärkt

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über Bevölkerung und bemerkenswerte Merkmale.

Doppelhaushalt 2027/2028: Steuern rauf, Rente flexibel, Bildung gestärkt

Die Bundesregierung hat die zentralen Eckpunkte des Doppelhaushalts für 2027/2028 finalisiert. Der Plan sieht weitreichende Änderungen bei Steuern, Renten und der Bildungsfinanzierung vor. Die Verantwortlichen streben eine Balance zwischen Sparmaßnahmen und neuen Investitionen für die kommenden zwei Jahre an.

Das Haushaltsabkommen umfasst mehrere zentrale finanzpolitische Anpassungen. So steigen die Unternehmenssteuern für Firmen mit Jahresgewinnen von über einer Million Euro. Gleichzeitig erhalten Unternehmen eine Netto-Steuerentlastung in Höhe von rund 500 Millionen Euro. Zudem sinken die Arbeitgeberbeiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) um mindestens einen Prozentpunkt, was die Unternehmen um zwei Milliarden Euro entlastet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Beschäftigte ab 60 Jahren müssen künftig ebenfalls in den FLAF einzahlen – eine Abkehr von der bisherigen Regelung. Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird an die Lebenserwartung gekoppelt, sodass künftige Anpassungen von den demografischen Entwicklungen abhängen. Die direkten Subventionen werden bis Ende 2026 um 23 Prozent reduziert und damit auf das Niveau von 2019 vor der Krise zurückgeführt.

Im Bildungsbereich gibt es zusätzliche Mittel: 2027 stehen 130 Millionen Euro mehr zur Verfügung, 2028 sind es 210 Millionen Euro. Ab Herbst 2027 wird zudem ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr eingeführt. Zur Stärkung der öffentlichen Finanzen plant die Regierung Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 und 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2028.

Das Haushaltsabkommen kombiniert Ausgabenkürzungen mit gezielten Investitionen. Bildung und Familienpolitik erhalten zusätzliche Förderung, während Unternehmen zwar höhere Steuern zahlen, aber auch von sinkenden Abgaben profitieren. Die Änderungen treten schrittweise in den nächsten zwei Jahren in Kraft.

Quelle