06 June 2026, 14:03

Dorothee Bäder über BAföG-Reformen und ihren umstrittenen akademischen Weg

Dorothee Mantelets Studien

Dorothee Bäder über BAföG-Reformen und ihren umstrittenen akademischen Weg

Dorothee Bäder, Deutschlands Forschungsministerin, sprach in einem Interview Ende Mai 2023 offen über die Studienförderung und ihren eigenen akademischen Werdegang. Die 1978 geborene Politikerin ist seit Langem eine prägende Figur in der CSU und stieg bereits in jungen Jahren in der Partei auf. Ihre Äußerungen zu den geplanten BAföG-Reformen und ihre Erfahrungen an der Universität sorgten seitdem für Aufmerksamkeit.

Bäders politische Laufbahn begann früh: Mit 14 trat sie der Schülerunion bei, mit 16 wurde sie CSU-Mitglied. Mit 23 sicherte sie sich einen Platz im Parteivorstand, und nur ein Jahr später zog sie als jüngste CSU-Abgeordnete in den Bundestag ein.

Bevor sie sich ganz der Politik widmete, studierte sie in München Politikwissenschaft – gefördert durch die Hanns-Seidel-Stiftung. Nach ihrem Studium zog es sie nach Berlin, wo sie am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität weiterstudierte. Dort schloss sie 2006 ihr Diplom in Politikwissenschaft ab. Kurz nach dem Abschluss heiratete sie Oliver Bär, ebenfalls ein CSU-Politiker.

Ihre Zeit am Otto-Suhr-Institut gestaltete sich schwierig. Später beschrieb Bäder die Atmosphäre dort als stark links geprägt, was mit ihren eigenen Ansichten kollidierte. Über ihre Diplomarbeit gibt es bis heute kaum Klarheit: Sie ist weder in der Bibliothek des Instituts noch in den Archiven der Stiftung verzeichnet, und das Thema wurde nie bekannt gegeben.

Im Interview äußerte sich Bäder zu den geplanten BAföG-Reformen. Die Koalition hatte beschlossen, den Wohnkostenzuschuss für Empfänger:innen von 380 auf 440 Euro anzuheben und die Gesamtförderung schrittweise zu erhöhen. Doch sie enthüllte, dass einige Regierungsfraktionen ihre Unterstützung für die Änderungen zurückgezogen hätten.

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Zudem teilte sie ihre Sicht auf das Studentenleben. Deutsche Studierende seien bereits „sehr privilegiert“, da sie keine Studiengebühren zahlen müssten, argumentierte Bäder. Ein Nebenjob während des Studiums sei „keine Tragödie“ und biete oft wertvolle Erfahrungen.

Bäders Aussagen unterstreichen die anhaltende Debatte über die Studienfinanzierung in Deutschland. Die geplanten BAföG-Erhöhungen stehen nun auf der Kippe, nachdem sie innerhalb der Koalition an Rückhalt verloren haben. Gleichzeitig bleibt ihr eigener akademischer Weg – vom stipendienfinanzierten Studium bis zur politischen Spitzenkarriere – ein spannendes Thema.

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