Einkommensungleichheit 2025: Managergehälter steigen um 54 Prozent – während Löhne stagnieren
Emma MayerEinkommensungleichheit 2025: Managergehälter steigen um 54 Prozent – während Löhne stagnieren
Die weltweite Einkommensungleichheit hat sich 2025 weiter verschärft: Arbeitnehmer verdienen im Schnitt weniger als noch vor sechs Jahren. Ein durchschnittlicher Beschäftigter nimmt heute jährlich 17.156 US-Dollar mit nach Hause – ein leichter Anstieg gegenüber 2024, aber deutlich unter dem Niveau von 2019. Gleichzeitig sind die Gehälter von Spitzenmanagern seit 2019 um 54 Prozent explodiert, was die Kluft weiter vertieft.
Die Schere zwischen einfachen Arbeitnehmern und Führungskräften in Konzernen geht immer weiter auseinander. Die 1.500 bestbezahlten Manager verdienten 2025 im Schnitt 8,4 Millionen US-Dollar – ein Plus von 11 Prozent gegenüber 2024. Dieser starke Anstieg steht im krassen Gegensatz zu den stagnierenden Löhnen der meisten Beschäftigten, deren Durchschnittseinkommen weiterhin 12 Prozent unter dem Wert von 2019 liegt.
Auch bei der Bekämpfung der Armut unter Erwerbstätigen gibt es kaum noch Fortschritte. Zwischen 2000 und 2019 sanken die Armutsquoten jährlich um 7 Prozent. Seit 2020 hat sich dieser Rückgang jedoch auf nur noch 3 Prozent pro Jahr verlangsamt. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) warnt nun, dass die Golfkrise weitere 32 Millionen Menschen in die Armut treiben könnte.
Als Reaktion fordert die Hilfsorganisation Oxfam die Regierungen zum entschlossenen Handeln auf. Die Organisation verlangt verbindliche Zeitpläne zur Verringerung der Ungleichheit, darunter klare Zielvorgaben und regelmäßige Überprüfungen der Fortschritte. Zudem empfiehlt Oxfam höhere Steuern für Superreiche, strengere Lobbyregeln und schärfere Kontrollen für wohlhabende Spender, die politische Kampagnen finanzieren.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen die wachsende Kluft zwischen Topverdienern und der breiten Masse der Arbeitnehmer. Angesichts stark steigender Managergehälter und einer gebremsten Armutsbekämpfung wächst der Druck auf die Politik, endlich zu handeln. Oxfams Vorschläge zielen darauf ab, den Trend umzukehren – doch ihre Umsetzung hängt vom politischen Willen ab.






