Farbanschlag auf Lebensschutzorganisation Kaleb in Chemnitz – dritte Attacke in vier Jahren
Clara SchneiderFarbanschlag auf Lebensschutzorganisation Kaleb in Chemnitz – dritte Attacke in vier Jahren
Bundesgeschäftsstelle der Lebensschutzorganisation Kaleb in Chemnitz mit Farbanschlag beschädigt
Am 21. Mai wurde die Bundesgeschäftsstelle der lebensschützenden Organisation Kaleb in Chemnitz mit Farbe beschmiert. Linksextremisten griffen das Gebäude an – bereits der dritte Vorfall dieser Art innerhalb von vier Jahren. Die Tat löste eine Welle der Solidarität mit der Organisation aus.
Kaleb wurde 1988 als Lebensschutzinitiative in der ehemaligen DDR gegründet. Heute betreibt die Organisation rund 30 regionale Beratungsstellen, die schwangeren Frauen und Familien Unterstützung bieten. Dazu gehören Umzugskostenhilfen, Grundausstattungen für den Haushalt sowie Schuldenberatung. Allein im vergangenen Jahr verteilte Kaleb in der Region Chemnitz Hilfsleistungen in Höhe von etwa 125.000 Euro.
Die Täter besprühten die gesamte straßenseitige Fassade des Gebäudes mit Farbe. Die Beseitigung der Schäden wird auf 3.000 bis 4.000 Euro geschätzt. An der Tatstelle hinterlassene Parolen bezeichneten Kaleb als „rechtsfundamentalistisch“ und forderten ein Ende der staatlichen Förderung. Die Gruppe hinter dem Anschlag kündigte an, ihre Angriffe fortzusetzen, bis Kaleb keinen Einfluss mehr auf die Gesellschaft ausüben und keine Abbrüche mehr verhindern könne.
Seit dem Vorfall erfährt Kaleb eine große Welle der Solidarität: Spenden, Unterstützungsbekundungen und Gebete erreichen die Organisation aus dem gesamten Land. Der Anschlag hinterlässt jedoch nicht nur Reparaturkosten, sondern wirft auch Fragen zur Sicherheit auf. Trotz der Drohungen führt Kaleb seine Arbeit für Frauen und Familien fort. Bislang gab es keine Festnahmen in Zusammenhang mit der Tat.






