FC Erzgebirge Aue steigt ab – bitteres Ende nach 23 Jahren Profifußball
Clara SchneiderFC Erzgebirge Aue steigt ab – bitteres Ende nach 23 Jahren Profifußball
FC Erzgebirge Aue steigt ab – 23 Jahre Profifußball enden mit bitterem Rekord
Die 23-jährige Zugehörigkeit des FC Erzgebirge Aue zum Profifußball ist beendet. Ein 2:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden besiegelte den Abstieg und setzte einen traurigen Schlusspunkt im 80. Jubiläumsjahr des Vereins. Damit bleibt Aue 2026 der einzige der 54 deutschen Profivereine ohne einen einzigen Saisonsieg.
Die Partie begann mit beiden Mannschaften auf der Suche nach der Führung. Wiesbaden ging durch Moritz Flotho in Front, doch Aue konterte mit Treffern von Tristan Zobel und Moritz Seiffert. Tarik Gözusirin glich für die Gäste aus und sicherte damit die Punkteteilung. Das Remis reichte Aue jedoch nicht, um den Abstieg abzuwenden – die Mannschaft bleibt in dieser Saison ohne Sieg.
Die rote Karte gegen Niklas May in der 69. Minute erhöhte die Spannung. Der Wiesbadener sah nach einer zweiten Gelben vom Platz gestellt, sodass seine Mannschaft die Schlussphase in Unterzahl bestreiten musste. Trotz des zahlenmäßigen Vorteils gelang Aue jedoch kein Siegtreffer mehr.
Nach dem Spiel äußerte sich Interimstrainer Chwitscha Schubitidse über seine ungewisse Zukunft. Er erwarte in den kommenden zwei bis drei Wochen Klarheit über seine Rolle, stehe dem Verein, den er als seinen "Herzensclub" bezeichnet, aber weiterhin unterstützend zur Seite. Vereinspräsident Thomas Schlesinger räumte ein, der Vorstand habe sich zu wenig in sportliche Entscheidungen eingemischt. Gleichzeitig bestätigte er, dass die Gespräche über eine langfristige Lösung mit Schubitidse noch laufen.
Der Abstieg beendet eine lange Ära für Aue, das seit 2003 ununterbrochen im Profifußball vertreten war. Ohne einen einzigen Saisonsieg steht der Verein nun vor einem Neuanfang in den unterklassigen Ligen. Die anstehenden Entscheidungen über Trainer und Führung werden den Weg in die Zukunft weisen.






