Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016
Hannah WeberFußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016
Ein Fußballturnier zu Ehren der Opfer des Münchner Anschlags von 2016
Am 6. Juni fand ein Fußballturnier statt, das den Opfern des Münchner Anschlags von 2016 gedachte. Organisiert von Hasan Leyla stand bei der Veranstaltung nicht der Wettbewerb, sondern das Gedenken im Mittelpunkt. Sie war Teil der Initiative München erinnert sich, die das Bewusstsein für die Tragödie und ihre frühere falsche Einordnung schärfen will.
Bei dem Anschlag 2016 verloren zehn Menschen ihr Leben: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ. Zunächst als Amoktat eingestuft, wurde die Tat später als politisch motivierter, rechtsextremer Terrorakt neu bewertet. Die Initiative München erinnert sich setzt sich dafür ein, diese anfängliche Fehldeutung zu korrigieren.
Das Turnier brachte Spieler zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken – viele von ihnen, wie Can Leyla und Guiliano Kollmann, hatten eine Leidenschaft für Fußball. Teilnahme und Würdigung standen über dem Sieg. Die Veranstalter nutzten die Gelegenheit zudem, um Schwung für die Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026 aufzubauen.
Das Turnier war eine Hommage an die Opfer und unterstrich zugleich die Bedeutung einer korrekten historischen Einordnung. Durch die Einbindung der Gemeinschaft kämpft die Initiative München erinnert sich weiterhin für die angemessene Anerkennung der rechtsextremen Motive hinter dem Anschlag. In den kommenden Jahren sind weitere Gedenkveranstaltungen geplant.






