09 May 2026, 10:08

Gefährlicher UV-Filter in Sonnencreme: Warum Octocrylen in der Kritik steht

Plakat, das für Operationen, Röntgenstrahlen und Radium als sichere Waffen gegen Krebs wirbt.

Gefährlicher UV-Filter in Sonnencreme: Warum Octocrylen in der Kritik steht

Gesundheitsexperten äußern Bedenken hinsichtlich eines gängigen chemischen Stoffs in Sonnencremes. Die Warnung bezieht sich auf Octocrylen, einen UV-Filter, der bei langfristiger Anwendung mögliche Gesundheitsrisiken birgt. Gleichzeitig steigt durch die zunehmende UV-Strahlung in Europa die Gefahr von Hautschäden und Erkrankungen.

Die Sonne setzt Energie frei, indem sie etwa acht Prozent ihrer Masse umwandelt. Ein Teil dieser Energie erreicht die Erde in Form von ultravioletter (UV) Strahlung, die in UVA-, UVB- und UVC-Strahlen unterteilt wird. Während die Ozonschicht alle UVC-Strahlen blockiert, dringen UVA- und UVB-Strahlen durch die Atmosphäre und können langfristige Schäden verursachen.

Beide Strahlenarten sind krebserregend und schädigen die Haut mit der Zeit. Der Klimawandel verschärft das Problem, da eine höhere UV-Belastung das Risiko für Hautkrebs erhöht. Allein in Deutschland erhielten 2023 über 100.000 Menschen eine Behandlung wegen Hautkrebs – mehr als doppelt so viele Fälle wie noch vor einem Jahrzehnt.

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Sonnencremes nutzen zwei Arten von UV-Filtern: chemische (organische) und mineralische (physikalische). Experten raten nun von einer langfristigen Anwendung von Produkten mit Octocrylen ab, einem weit verbreiteten chemischen Filter. Für einen ausreichenden Schutz sollten Anwender zwei Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut auftragen. Die Europäische Kommission empfiehlt zudem, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel so stark sein muss wie der auf der Verpackung angegebene Lichtschutzfaktor (LSF).

Die Warnungen unterstreichen die Notwendigkeit sichererer Sonnencremes und einer sorgfältigen Anwendung. Angesichts der Zunahme UV-bedingter Erkrankungen bleibt ein wirksamer Schutz unverzichtbar. Experten raten Verbrauchern, die Produktetiketten zu prüfen und die Richtlinien zu befolgen, um gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Quelle