15 May 2026, 22:05

Grüne Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben und Salzgitter bis 2029

Detailierte Weltkarte mit Vorschlag für Öl- und Gas-Pipelines, enthält Länder, große Städte, Gewässer und Erklärungstext.

Grüne Wasserstoff-Pipeline verbindet Wefensleben und Salzgitter bis 2029

Neue Wasserstoff-Pipeline soll Wefensleben und Salzgitter verbinden – Meilenstein für die Industrie

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Im Rahmen eines großen industriellen Wandels entsteht eine neue Wasserstoff-Pipeline zwischen Wefensleben und Salzgitter. Die 68 Kilometer lange Leitung wird das Stahlwerk von Salzgitter AG mit grünem Wasserstoff versorgen und dem Unternehmen den Übergang zu einer klimafreundlicheren Produktion ermöglichen. Die Planung hat nun die formelle Phase erreicht, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.

Das Projekt nahm 2020 Gestalt an, als die Ontras Gastransport GmbH erste Vorstudien in Auftrag gab. Die Pipeline mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern wird durch die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter verlaufen, bevor sie das Stahlwerk erreicht. Sie ist ein zentraler Baustein des SALCOS-Programms, das den Ersatz von Kohle durch Wasserstoff in der Stahlherstellung vorantreibt.

Bevor die genaue Trasse feststeht, muss Ontras die Umweltauswirkungen prüfen. Von Ende Juni bis Anfang August werden Teams in Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter Untersuchungen durchführen, um das Vorkommen des geschützten Europäischen Hamsters zu erfassen. Ein öffentlicher Hinweis im Landkreis Wolfenbüttel hat bereits den Start der Routenplanung angekündigt.

Das Genehmigungsverfahren läuft bereits, die Inbetriebnahme der Pipeline ist für Dezember 2029 geplant. Nach Fertigstellung wird sie industrielle Kunden mit kommerziellem Wasserstoff beliefern und Salzgitter AG bei der Umstellung auf eine CO₂-arme Stahlproduktion unterstützen.

Die 68 Kilometer lange Leitung soll Ende 2029 den Betrieb aufnehmen. Ihre Fertigstellung markiert einen wichtigen Schritt für die wasserstoffbasierte Stahlherstellung in Deutschland. Vor Baubeginn sind jedoch noch sorgfältige Umweltprüfungen erforderlich – darunter auch Erhebungen zu gefährdeten Tierarten.

Quelle