Halles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturzentrum für junge Künstler:innen umgestaltet
Clara SchneiderHalles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturzentrum für junge Künstler:innen umgestaltet
Die Stadt Halle (Saale) verwandelt das ehemalige Thalia-Theater in ein lebendiges Kulturzentrum. Bis 2028 wird die Spielstätte jedes Jahr sechs Monate lang TOOH beherbergen und dabei verschiedene künstlerische Disziplinen vereinen. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesprogramm Kulturstiftung des Bundes im Rahmen der Initiative „Übermorgen – Neue Modelle für Kultureinrichtungen“.
Das im Besitz der Stadt befindliche Thalia-Theater verfügt über einen Zuschauerraum, eine Bühne, Proberäume und weitere Einrichtungen. Es ist bereits ein zentraler Ort für die freie Kunstszene und öffnet sich nun gezielt für junge Menschen und lokale Kulturprojekte.
Ab September 2026 startet ein Pilotprojekt, das Jugendlichen die Möglichkeit gibt, das Haus mit eigenen Ideen zu prägen. Ein Young Future Team wird die Räumlichkeiten vorbereiten und Beobachtungen sammeln, um die weitere Entwicklung zu begleiten. Zudem beabsichtigt die Stadt, in der zweiten Förderphase von „Übermorgen“ bis zu 600.000 Euro zu beantragen.
Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport, betonte die wachsende Bedeutung des Theaters als kultureller Begegnungsort für Halle. Ziel sei es, das Potenzial der Spielstätte weiter auszubauen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit TOOH, den Freien Spielstätten Halle e.V. und der unabhängigen Kunstszene zu stärken.
Das Projekt läuft bis 2028, wobei TOOH das Haus jeweils ein halbes Jahr pro Jahr nutzen wird. Das ehemalige Thalia-Theater bleibt ein zentraler Bestandteil des Halleschen Kulturviertels. Seine Umgestaltung schafft neue Perspektiven für junge Menschen und lokale Künstler:innen.
