22 March 2026, 14:07

Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt – mit klaren Forderungen an Politik und Justiz

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, hält Fahnen und Schilder mit Text, darunter eines mit der Aufschrift "Lgbtq+ rights march in Berlin", einige tragen Mützen und Taschen, und Gebäude, ein Kran und Wolken sind im Hintergrund zu sehen.

Demonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt – mit klaren Forderungen an Politik und Justiz

Protest gegen sexualisierte Gewalt: Hamburg ruft am Donnerstag zu Kundgebung auf

Am kommenden Donnerstag, den 26. März, findet um 17:30 Uhr in Hamburg eine Demonstration gegen sexualisierte Gewalt statt. Unter dem Motto "Schluss damit!" organisiert, reagiert die Veranstaltung auf aktuelle Medienberichte zu dem Thema und fordert bessere Schutzmaßnahmen für Betroffene. Die Kundgebung steht im Kontext einer breiteren Debatte über digitale Gewalt, die besonders durch die öffentlichen Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, Christian Ulmen, an Fahrt aufgenommen hat.

Die Hamburger Demonstration wird am Rathausmarkt stattfinden und von der SPD-Politikerin Annika Urbanski angeführt. Unterstützt wird sie unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Anders als bei ähnlichen Protesten liegt der Fokus hier auf konkreten Forderungen: härtere Konsequenzen für Täter:innen und wirksamere Hilfsstrukturen für Opfer.

Parallelprotest in Berlin: Fokus auf digitale sexualisierte Gewalt Zeitgleich findet in Berlin am Brandenburger Tor eine separate Kundgebung statt, die sich speziell mit sexualisierter digitaler Gewalt auseinandersetzt – etwa mit gefälschter Pornografie und Online-Missbrauch. Während die Berliner Demonstration damit ein spezifisches Teilthema aufgreift, zielt der Hamburger Protest auf sexualisierte Gewalt im weiteren Sinne ab.

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Medienecho und juristische Auseinandersetzungen Die öffentliche Diskussion hatte sich verschärft, nachdem Fernandes Ulmen Fehlverhalten vorgeworfen hatte, was zu einer breiten Medienberichterstattung führte. Ulmens Anwalt, Christian Schertz, kritisierte diese als "überwiegend unzulässig" und auf Verdachtsmomenten basierend. Er wirft den Medien vor, durch einseitige Darstellungen falsche Informationen verbreitet zu haben, und kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an.

Kaum vergleichbare Proteste in anderen Städten Trotz dieser prominenten Fälle gab es in anderen deutschen Städten – darunter Leipzig, Oberhausen, Mainz oder Gießen – im vergangenen Jahr keine ähnlichen Kundgebungen gegen sexualisierte Gewalt. Laut verfügbaren Aufzeichnungen fanden in diesem Zeitraum lediglich Workshops, Fachdebatten oder thematisch unrelated Demonstrationen statt.

Forderung nach systemischem Wandel Die Hamburger Demonstration vereint Aktivist:innen, Politiker:innen und Betroffene, um strukturelle Veränderungen voranzutreiben. Juristische Konflikte wie Ulmens Vorgehen gegen Medienberichte könnten die Debatte weiter prägen. Derweil bleibt das zentrale Anliegen: den Schutz von Betroffenen zu stärken und Täter:innen zur Verantwortung zu ziehen.

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