Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Kosten und globalen Krisen
Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt kämpfen mit steigenden Kosten und globaler Unsicherheit
Gleichzeitig sollen neue Vergaberegeln und die fortgesetzte Zusammenarbeit mit dem Kreis Unterstützung und Chancen bieten. Bei der jüngsten Jahresversammlung der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf mit Vertretern der Kreisverwaltung wurden diese drängenden Themen erörtert.
An der Veranstaltung nahmen prominente Teilnehmer teil, darunter Landrat Dr. Martin Sommer, der Leiter des Amts für Bau- und Umweltangelegenheiten, Carsten Rehers, sowie Christian Holterhues, Geschäftsführer der WESt. Gemeinsam mit den Innungsvertretern diskutierten sie aktuelle Herausforderungen wie Lieferkettenstörungen und Investitionszurückhaltung aufgrund der instabilen Lage im Nahen Osten. Besonders besorgniserregend seien die gestiegenen Energiepreise, die in Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran stünden und lokale Unternehmen stark belasteten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung der Schwarzarbeit, die faire Beschäftigungsmöglichkeiten untergräbt und ehrliche Steuerzahler sowie gesetzestreue Betriebe zusätzlich belastet. Zudem wurden Wege erörtert, wie die Kreishandwerkerschaft und die WESt durch Beratungsangebote Betriebsübergaben und -übernahmen besser begleiten können.
Neue Vergaberegeln ab 2026: Chancen für das lokale Handwerk Ab dem 1. Januar 2026 treten in Nordrhein-Westfalen neue Vergaberichtlinien in Kraft. Diese zielen darauf ab, Verfahren zu vereinfachen, Bürokratie abzubauen und kleinere Losgrößen zu priorisieren – was insbesondere Handwerksbetrieben vor Ort zugutekommen könnte. Zudem wurde die duale Berufsausbildung als verlässliche Karriereperspektive für Jugendliche und als Lösung für die Nachfolgeplanung in Handwerksunternehmen hervorgehoben.
Die Gespräche endeten mit einer Bestätigung der vertrauensvollen und engen Partnerschaft zwischen Kreis und Handwerkerschaft.
Zusammenarbeit gestärkt, Herausforderungen bleiben Die Jahresversammlung unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen Kreis und Innung, während gleichzeitig akute Probleme angegangen wurden. Die neuen Vergaberegeln und Unterstützungsangebote sollen Entlastung bringen, doch der wirtschaftliche Druck durch externe Faktoren bleibt bestehen. Im Fokus stehen weiterhin Stabilität, fairer Wettbewerb und die Zukunftssicherung des Handwerks in der Region.






