17 April 2026, 22:05

Harte Worte im Bundestag: Merz und Miersch streiten über Ursachen von Frauenhass

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Gefahr - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Harte Worte im Bundestag: Merz und Miersch streiten über Ursachen von Frauenhass

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, bei der es zu scharfen Wortgefechten zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch kam. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Migrantengemeinschaften eine überproportionale Verantwortung für solche Straftaten tragen. Beide Politiker verurteilten die zunehmenden Angriffe, stritten jedoch über die Ursachen.

Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnete die Debatte mit einer klaren Verurteilung der steigenden Gewalt gegen Frauen – sowohl im realen Leben als auch im Netz. Anschließend behauptete er, ein erheblicher Teil dieser Taten gehe auf Immigranten zurück. Seine Äußerungen lösten umgehend Kritik aus.

SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Miersch warf Merz vor, Migranten pauschal an den Pranger zu stellen. Gewalt gegen Frauen sei ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht an eine bestimmte Nationalität oder Religion gebunden, argumentierte er. Mierschs Urteil über die Äußerungen des Kanzlers fiel vernichtend aus: unangemessen. Stattdessen forderte er eine umfassendere Auseinandersetzung mit der Thematik.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Miersch betonte, dass eine Reduzierung des Problems auf eine einzelne Gruppe die Bemühungen zur Bewältigung der größeren Krise behindere. Gewalt gegen Frauen betreffe alle Bevölkerungsgruppen und erfordere einen geschlossenen Ansatz, wiederholte er.

Der Schlagabtausch offenbarten tiefe Gräben darüber, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Zwar waren sich beide Seiten über die Dringlichkeit des Themas einig, nicht aber über dessen Wurzeln. Die Debatte endete ohne Ergebnis – die Frage nach der künftigen politischen Ausrichtung bleibt damit ungelöst.

Quelle