IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026
Lina KrügerIHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor den Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt ihre wirtschaftspolitischen Prioritäten vorgelegt. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung verabschiedete die Organisation ein detailliertes Forderungspapier, das sich mit langjährigen strukturellen Herausforderungen auseinandersetzt. IHK-Präsident Sascha Gläßer warnte, die Wirtschaft der Region stecke weiterhin in einer anhaltenden Stagnation fest.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen die drängendsten Hemmfaktoren für das Wachstum Sachsen-Anhalts. Gläßer nannte hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten, eine übermäßige Steuerlast sowie überbordende Bürokratie als Hauptbelastungen. Zwar erkenne die Bundespolitik den Reformbedarf an, doch konkrete Entlastungsmaßnahmen blieben bisher aus.
Als Reaktion darauf verabschiedete die IHK ihre "Politischen Positionspapiere für Sachsen-Anhalt 2026", die Themen wie Arbeitsmarktregelungen, Bildung, Innovation, Außenhandel, Deregulierung, Energie und Infrastruktur abdecken. Das Dokument soll der Landesregierung klare, umsetzbare Lösungsvorschläge an die Hand geben – noch vor der nächsten Wahl.
Die Vollversammlung würdigte zudem den Erfolg der regionalen Kampagne der IHK, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts in den Fokus rückt. Durch die Verknüpfung von Fachwissen mit praxisnahen Vorschlägen will die Kammer eine führende Rolle in der anstehenden politischen Debatte einnehmen.
Das Positionspapier der IHK setzt nun die Agenda für die Gespräche mit der Landesregierung. Gefordert werden gezielte Reformen, um Kosten zu senken, Verwaltungsabläufe zu verschlanken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Vorschläge der Kammer bilden die Grundlage für den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern bis 2026.






