Junge Union fordert Umverteilung: Weniger Rente, mehr BAföG und Elterngeld
Clara SchneiderJunge Union fordert Umverteilung: Weniger Rente, mehr BAföG und Elterngeld
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hat eine Überarbeitung der Finanzpläne der Regierung gefordert. In einem Interview mit der Bild am Sonntag kritisierte er geplante Kürzungen bei BAföG-Leistungen und Elterngeld. Stattdessen sprach er sich für eine geringere Rentenanpassung aus, um Mittel für junge Familien und Studierende freizumachen.
Winkel argumentierte, dass die ursprünglichen Koalitionsvereinbarungen zu Renten, BAföG-Förderung und Elterngeld nachgebessert werden müssten. Er schlug vor, die Rentenerhöhung auf 3 Prozent zu begrenzen – und damit immer noch über der Inflationsrate – anstatt der ursprünglich vorgesehenen höheren Steigerung. Durch diese Anpassung könnten rund fünf Milliarden Euro eingespart werden.
Der Chef der Jungen Union betonte, dass diese Gelder stattdessen in eine Erhöhung der BAföG-Leistungen fließen sollten, insbesondere in den Wohnkostenzuschuss. Gleichzeitig lehnte er jede Kürzung beim Elterngeld ab und forderte eine gerechtere Verteilung der Haushaltskürzungen über die Generationen hinweg.
Winkels Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung unter Druck gerät, ihre Ausgabenprioritäten zu überdenken. Die Koalition hatte zuvor beschlossen, Renten, Studienförderung und Familienleistungen zu stärken, doch Haushaltszwänge haben zu Diskussionen über mögliche Rücknahmen dieser Zusagen geführt.
Der Vorschlag sieht vor, die Einsparungen bei den Renten umzuschichten, um Studierende und junge Familien zu entlasten. Falls umgesetzt, könnten damit Kürzungen bei BAföG und Elterngeld vermieden werden, während die Rentenerhöhung weiterhin über der Inflation läge. Die Regierung hat sich zu Winkels Vorstoß bisher noch nicht geäußert.






