28 June 2026, 16:03

Katholische Unternehmer fordern radikale Bahnreform durch Teilprivatisierung

BKU fordert echte Privatisierung der DB nach Bahnproblemen

Katholische Unternehmer fordern radikale Bahnreform durch Teilprivatisierung

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert grundlegende Reformen im deutschen Schienenverkehr. Die Organisation kritisiert, dass die Deutsche Bahn unter Leistungsmängeln, veralteter Technik und Sicherheitsbedenken leide. Langfristig soll eine Teilprivatisierung die Effizienz und Zuverlässigkeit des Systems steigern.

BKU-Bundesvorsitzender Martin Nebeling übt scharfe Kritik an der mangelnden Steuerungsfähigkeit des Staates bei der Deutschen Bahn. Als Beispiele für Planungsversagen nennt er Kostenexplosionen und Verzögerungen bei Projekten wie Stuttgart 21. Auch der bundesweite Bahnstreik habe die technischen Schwächen des Systems schonungslos offenbart.

Thomas Tietz, Leiter der BKU-Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betont die Dringlichkeit einer modernen und verlässlichen Schieneninfrastruktur. Der Verband ist überzeugt, dass mittelständische deutsche Unternehmen innovative Lösungen liefern könnten, um Kapazitäten, Sicherheit und Effizienz zu erhöhen.

Als Erfolgbeispiele für Privatisierungen führt der BKU die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa an. Strukturreformen – einschließlich einer Privatisierung der Deutschen Bahn – seien der einzige Weg, um den Schienenverkehr wettbewerbsfähiger zu machen, so die Überzeugung der Organisation.

Mit ihren Vorschlägen will der BKU die seit Langem bestehenden Probleme im deutschen Bahnnetz angehen. Mehr Privatisierung und unternehmerische Mitgestaltung könnten die aktuellen Defizite in Leistung und Management beheben. Ziel ist ein zuverlässigeres und effizienteres Schienensystem für die Zukunft.

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