KNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20-Milliarden-Bewertung im Rüstungsboom
Hannah WeberKNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20-Milliarden-Bewertung im Rüstungsboom
Deutscher Rüstungskonzern KNDS treibt Börsengang für 2026 voran
Der deutsche Rüstungskonzern KNDS plant für 2026 einen der größten Börsengänge Europas in der Verteidigungsbranche und strebt dabei eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Nachfrage, die durch geopolitische Spannungen und höhere Militärausgaben befeuert wird.
Der Zeitplan fällt mit einer vorübergehenden Lockerung der deutschen Rüstungsexportbestimmungen zusammen, die bis September 2026 gelten soll.
KNDS verfügt derzeit über einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro. Um die wachsende globale Nachfrage zu bedienen, plant das Unternehmen, seine Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen.
Der Börsengang wird durch Verzögerungen beim deutsch-französischen Kamppanzerprojekt MGCS, das nun erst für 2045 vorgesehen ist, nicht beeinträchtigt. Stattdessen nutzt KNDS die derzeit günstige Marktlage. Erfolgreiche jüngere Börsengänge wie die von Vincorion und CSG deuten auf ein starkes Investoreninteresse an Verteidigungswerten hin. Auch der europäische Rüstungssektor insgesamt verzeichnete 2024 ein Wachstum: Die Umsätze stiegen um 13 Prozent auf 151 Milliarden US-Dollar, angetrieben durch den Ukraine-Krieg und höhere Verteidigungsbudgets von NATO und EU.
Die Entscheidung Deutschlands, die Exportverfahren für Rüstungsgüter bis Mitte 2026 zu vereinfachen, kommt KNDS zusätzlich zugute. Die vorübergehende Regelungsänderung könnte Lieferungen beschleunigen und die Marktposition des Unternehmens vor dem Börsendebüt stärken.
KNDS bereitet sich auf einen historischen Börsengang vor und peilt eine Bewertung von 20 Milliarden Euro in einem boomenden Verteidigungsmarkt an. Die Expansionspläne des Konzerns und der solide Auftragsbestand spiegeln die weltweit steigende Nachfrage nach Militärtechnik wider. Mit den vorübergehend gelockerten Exportregeln ist das Unternehmen gut aufgestellt, um die aktuelle Branchenentwicklung optimal zu nutzen.






