Kontroverses Milliarden-Resort im Vjosa-Narta-Delta spaltet Albanien
Die albanische Regierung hat einem Unternehmen mit Verbindungen zu Jared Kushner einen Sonderstatus für ein milliardenschweres Resort-Projekt gewährt. Das Vorhaben ist im Vjosa-Narta-Delta geplant – Europas erstem Nationalpark für Wildflüsse – und hat öffentliche Proteste sowie politische Kontroversen ausgelöst.
Das Vjosa-Narta-Delta ist ein geschütztes Gebiet und Heimat seltener Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten. Ministerpräsident Edi Rama verlieh einem mit Kushner verbundenen Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“, wodurch Umweltprüfungen umgangen werden können. Diese Entscheidung löste Demonstrationen aus, bei denen Protestierende pinkfarbene Flamingo-Ausschnitte schwenkten – eine als „Flamingo-Revolution“ bekannte Bewegung gegen den Bau des Resorts.
Rama warf dem Iran öffentlich vor, die Proteste zu schüren, und behauptete, Teheran stehe hinter Cyberterrorismus-Bestrebungen. Albanien beherbergt Tausende Mitglieder der Muǧāhidīn-e Chalq (MEK), einer iranischen Exilgruppe, die sich gegen die Regierung in Teheran stellt. Kushners Investmentfirma Affinity Partners strebt eine Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten an.
Albanien, ein kleines Balkanland, ist ein mehrheitlich muslimisches, aber säkularer Staat. Es ist NATO-Mitglied, ein enger Verbündeter der USA und ein EU-Beitrittskandidat. Die EU hat jedoch Bedenken wegen Korruption und schwacher Rechtsstaatlichkeit geäußert, was die Beitrittsverhandlungen beeinflussen könnte.
Das Resort-Projekt wird mit besonderer staatlicher Unterstützung vorangetrieben. Umweltgruppen und Demonstranten lehnen es weiterhin ab. Die politischen Folgen und die Sorgen der EU könnten Albaniens internationales Ansehen beeinträchtigen.






