Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – trotz Alternativmedizin-Job nebenbei
Emma MayerLehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – trotz Alternativmedizin-Job nebenbei
Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel in Nordrhein-Westfalen ist seit über 16 Jahren ohne triftigen Grund bezahlt krankgeschrieben – und soll in dieser Zeit weiterhin als Alternativmedizinerin tätig gewesen sein, während sie ihr volles Gehalt vom Land weiterbezog.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug gegen die Pädagogin. Ihr wird vorgeworfen, dem Land falsche Angaben zu ihrem Gesundheitszustand gemacht zu haben. Der Fokus der strafrechtlichen Untersuchungen liegt auf den Jahren 2021 bis 2025, da frühere Zeiträume möglicherweise bereits verjährt sind.
Offiziell wurde während ihrer langen Abwesenheit niemals eine ärztliche Untersuchung angefordert. Im Rahmen der Ermittlungen durchsuchten Beamte kürzlich ihr Haus in Duisburg und beschlagnahmten Unterlagen sowie digitale Speichermedien.
Zudem prüfen die Behörden, ob die Lehrerin und ein Mitarbeiter des Bezirksregierungs Düsseldorf, der mit dem Fall befasst war, ihre dienstlichen Pflichten verletzt haben. Das Land hat inzwischen angekündigt, die Kontrolle über langfristige oder wiederkehrende Krankschreibungen zu verschärfen. Neue Maßnahmen sollen auffällige Muster bei krankheitsbedingten Fehlzeiten schneller erkennen und die Transparenz bei der Überwachung verbessern.
Der Fall hat Nordrhein-Westfalen dazu veranlasst, seine Verfahren bei Langzeiterkrankungen zu reformieren. Künftig sollen strengere Prüfungen ähnliche Vorfälle verhindern. Die Ermittlungen laufen noch; für die Beteiligten könnten rechtliche Konsequenzen folgen.






