Luke Littler kehrt nach Berlin zurück – wird er die deutschen Darts-Fans diesmal überzeugen?
Clara SchneiderLuke Littler kehrt nach Berlin zurück – wird er die deutschen Darts-Fans diesmal überzeugen?
Luke Littler kehrt diese Woche nach Deutschland zurück – für den achten Abend der Premier League in Berlin. Der junge Darts-Star musste in der Vergangenheit bereits unfreundliche Reaktionen deutscher Zuschauer ertragen, darunter Pfiffe bei früheren Auftritten. Sein bevorstehendes Duell gegen Stephen Bunting wird eine weitere Bewährungsprobe in einem Land, in dem er es bisher schwer hatte, die Fans für sich zu gewinnen.
Littlers Geschichte in Deutschland war bisher holprig. Im April 2023 erreichte er zwar das Halbfinale des German Darts Grand Prix, unterlag dort aber Gian van Veen – die Pfiffe des Publikums machten die Niederlage noch bitterer. Erst kürzlich, bei der Europameisterschaft 2025 in Dortmund, scheiterte er an James Wade, was seine Frustrationen im Land weiter verstärkte.
Der 17-Jährige hat offen zugegeben, dass er es nicht mag, in Deutschland zu spielen – wegen der feindseligen Stimmung. Gleichzeitig weiß er aber auch, wie er die Energie der Menge in Motivation umwandeln kann, um seine Leistung zu steigern. Der ehemalige BDO-Weltmeister Mark Webster äußerte sich im Love The Darts-Podcast und vermutete, dass deutsche Fans generell eine Abneigung gegen englische Spieler hätten. Solche Reaktionen seien jedoch einfach Teil des Sports, so Webster.
Trotz aller Herausforderungen wird Littler am Donnerstag in Berlin auf die Bühne treten – bereit, sich Bunting vor einem erneut schwierigen Publikum zu stellen. Dieser Premier-League-Auftritt rückt ihn wieder in den Fokus eines Landes, in dem er sich selten willkommen fühlte. Entscheidend wird sein, wie gut er mit dem Druck umgeht und die Reaktionen der Zuschauer für sich nutzen kann. Das Match gegen Bunting wird zeigen, ob er aus vergangenen Rückschlägen nun endlich Erfolg auf deutschem Boden schmieden kann.






