Mainz 05 trauert um Hans-Jürgen Richter – eine Vereinslegende geht
Hans-Jürgen Richter, ehemaliger Spieler des 1. FSV Mainz 05 und für seine Vielseitigkeit sowie taktische Klugheit bekannt, ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Seine Karriere beim Verein umfasste sechs Jahre, in denen er zu einer Schlüsselfigur der Meisterschaftsmannschaft von 1973 avancierte und sich später zu einem verlässlichen Verteidiger entwickelte, bevor eine Verletzung seine aktive Laufbahn vorzeitig beendete.
Richter wechselte 1969 von der 1. FSV Schierstein nach Mainz und begann dort als Mittelstürmer. Schnell erkämpfte er sich einen Stammplatz, spielte zunächst als rechter Flügelspieler, ehe er auf die Position des rechten Außenverteidigers wechselte. In 178 Pflichtspielen erzielte er 40 Tore, die meisten davon in seinen ersten beiden Spielzeiten.
Sein größter Erfolg gelang ihm 1973, als er maßgeblich zum Gewinn der Südwestmeisterschaft beitrug. Ein Jahr später stieg der Verein in die neu gegründete 2. Bundesliga auf. Dort entwickelte sich Richter nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten an die höhere Spielklasse zu einem dominierenden Libero.
Eine schwere Verletzung im Herbst 1975 beendete seine Profikarriere jäh. Nach zwei gescheiterten Comeback-Versuchen verließ er Mainz mit 28 Jahren und kehrte nach Schierstein zurück. Trotz seines frühen Rücktritts blieb er dem Verein verbunden und nahm regelmäßig an Treffen der Meisterschaftsmannschaft von 1973 teil.
Mainz gedachte Richter als taktisch versierten Spieler mit ausgeprägtem Stellungsbewusstsein und präzisem Passspiel. Sein Einfluss reichte weit über seine aktive Zeit hinaus und hinterließ bleibende Spuren in der Vereinsgeschichte.
Mit Richters Tod verliert Mainz einen Spieler, der in den frühen 1970er-Jahren entscheidend zu den Erfolgen des Vereins beitrug. Seine Anpassungsfähigkeit, Führungskraft in der Abwehr und Treue zum Club machten ihn noch lange nach seinem letzten Spiel zu einer geachteten Persönlichkeit.






