Mario Basler attackiert Nagelsmann und DFB: "Mit dem Verband fertig!"
Hannah WeberMario Basler attackiert Nagelsmann und DFB: "Mit dem Verband fertig!"
Ehemaliger Nationalspieler Mario Basler greift Bundestrainer Julian Nagelsmann und den DFB scharf an
Der frühere deutsche Nationalspieler Mario Basler hat mit harter Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Seine Vorwürfe kommen vor den Länderspielen im März gegen die Schweiz und Ghana – dabei stellte er sowohl die Kadernominierungen als auch die Zukunft des Trainers infrage.
Besonders kritisierte Basler die Berufungen von Antonio Rüdiger und Leroy Sané, deren fortwährende Präsenz im Team bezeichnete er als nicht gerechtfertigt. Zudem zweifelte er die Glaubwürdigkeit von Nagelsmanns Entscheidungen an und monierte, dem Kader fehle es an Ausgewogenheit und klarer Linie.
Nagelsmanns aktueller Kader verbindet etablierte Spieler mit Newcomern wie Lennart Karl und Jonas Urbig, denen er realistische WM-Chancen einräumt. Der Trainer bleibt seiner Transparenzpolitik treu und betont, dass im Finalkader nur zwei konterstarke Stürmer – etwa Maxi Bayer, Karim Ademi oder Kevin Schade – berücksichtigt werden. Im Mittelfeld setzt er weiterhin auf Aleksandar Pavlović statt Angelo Stiller und hält damit an rollenspezifischen Profilen fest.
Doch Baslers Kritik geht über die Personalie hinaus: Er äußerte sich pessimistisch über die WM-Ambitionen der deutschen Mannschaft. Als Zeichen des Protests kündigte er sogar seine Mitgliedschaft im UEFA-Pro-Lizenz-Programm auf und erklärte, er sei "mit dem DFB fertig".
Der Ex-Profi ging noch weiter und spekulierte, Nagelsmann könnte nach dem Turnier zurücktreten – eine Aussage, die den Druck auf den ohnehin bereits unter Beschuss stehenden Trainer weiter erhöht.
Der Konflikt offenbart die wachsenden Spannungen zwischen ehemaligen Spielern und der aktuellen DFB-Führung. Nagelsmann hingegen bleibt seinem Kurs treu: mit Fokus auf Nachwuchsförderung und taktische Kontinuität. Baslers Rückzug aus DFB-nahen Programmen hingegen unterstreicht die sich vertiefende Zerrissenheit im deutschen Fußball.






