Michael-Jackson-Biopic Michael startet trotz Familienstreit um Erbe und Transparenz
Hannah WeberMichael-Jackson-Biopic Michael startet trotz Familienstreit um Erbe und Transparenz
Der lange erwartete Michael-Jackson-Biopic Michael kommt nach Verzögerungen endlich in die Kinos
Unter der Regie von Antoine Fuqua wird der Film in den USA von Lionsgate veröffentlicht. Gleichzeitig haben sich die Spannungen zwischen dem Nachlassverwaltern des verstorbenen Popstars und seiner Tochter Paris Jackson verschärft – sowohl wegen mangelnder finanzieller Transparenz als auch wegen der Darstellung ihres Vaters im Film.
Der Nachlass von Michael Jackson befindet sich seit seinem Tod 2009 in der Abwicklung und steckt nun im 17. Jahr des Verfahrens. Unter der Führung der Testamentsvollstrecker John Branca und John McClain wurden durch Projekte wie den Konzertfilm This Is It, ein Broadway-Musical und eine Cirque-du-Soleil-Show Milliarden erwirtschaftet. Doch aktuelle Gerichtsakten zeigen, dass es weiterhin Streit um die Finanzberichterstattung gibt.
Ein Richter hat nun einen Zeitplan genehmigt, der den Nachlass verpflichtet, Ausgabenberichte vorzulegen. Branca und McClain erhielten jedoch eine Fristverlängerung bis April 2027 für die Vorlage der Abrechnung für das Jahr 2025. Paris Jackson, die Tochter des Popikone, stellt seit Langem die Transparenz des Nachlasses infrage – selbst die Behauptung, sie habe Leistungen in Höhe von 65 Millionen Dollar erhalten, bestreitet sie.
Der Konflikt hat eine persönliche Note angenommen. Die Anwälte des Nachlasses werfen Paris vor, sie inszeniere "Foto-Termine für die Boulevardpresse" und "stolziere nur wegen Publicity in Verhandlungsräume". Zudem kritisierte sie den bevorstehenden Biopic Michael in früheren Stellungnahmen als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich". Mittlerweile unterstützen auch ihre Geschwister ihre Forderung nach mehr Offenheit seitens des Nachlasses.
Die Veröffentlichung des Films fällt in eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit für den Nachlass. Während gerichtliche Fristen verlängert werden und Familienmitglieder Antworten fordern, bleiben die finanziellen und kreativen Entscheidungen rund um Michael Jacksons Vermächtnis im Fokus. Der Kinostart wird die ungelösten Konflikte vermutlich weiter anheizen.






