21 March 2026, 06:05

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition die Adventszeit prägt

Eine hölzerne Krippe in einer Schachtel auf einem Tisch, mit einer Lampe links und einer Wand im Hintergrund, geschmückt mit Weihnachtsbäumen, Tieren und einem Haus.

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition die Adventszeit prägt

Nationaler Krippentag: Ein Fest mit jahrhundertealter Tradition

Jährlich wird am 7. Dezember der Nationale Krippentag begangen. Der Feiertag würdigt eine Tradition, die von der frühen christlichen Kunst bis zu modernen häuslichen Darstellungen reicht. Ins Leben gerufen wurde er von Sven Giese, dem Schöpfer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".

Die ersten Weihnachtskrippen tauchten bereits im 4. Jahrhundert auf – damals noch reduziert auf Jesus, einen Ochsen und einen Esel. Im 13. Jahrhundert popularisierte Franz von Assisi die Idee der lebendigen Krippe, was später künstlerische Nachbildungen inspirierte. In Italien entstanden gegen Ende des 16. Jahrhunderts die ersten Hauskrippen, während in Deutschland im frühen 17. Jahrhundert, zur Zeit des Barock, kirchliche Krippendarstellungen aufkamen.

Bewegliche, freistehende Krippen ermöglichten es Künstlern, detailreiche Andachtsbilder zu gestalten. Auch Martin Luthers Unterstützung während der Reformation trug zur Verbreitung bei – fortan fertigten lokale Handwerker hölzerne Figuren an. Im 19. Jahrhundert hielt die Tradition Einzug in private Haushalte, begünstigt durch die massenhafte und erschwingliche Produktion von Krippenfiguren.

Die Säkularisation von 1802 verbot kirchliche Krippendarstellungen und verlagerte die Tradition in den familiären Bereich. Heute hängt ihr Erhalt von privaten Sammlern und engagierten Krippenbauvereinen ab. Der 7. Dezember wurde bewusst gewählt, um sich harmonisch in die Adventszeit einzufügen – weder zu früh noch zu spät.

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Der Nationale Krippentag reiht sich nun ein in andere Dezemberbräuche wie den Tag des Adventskalenders oder den Speculoos-Tag. Die Tradition entwickelt sich weiter und verbindet jahrhundertealte religiöse Kunst mit modernen festlichen Gepflogenheiten. Private Enthusiasten und Vereine spielen dabei eine Schlüsselrolle, um das Handwerk lebendig zu halten.

Quelle