26 June 2026, 06:03

Neuköllns Bildungsstadträtin wegen Nahost-Posts auf Instagram gerügt

Hikel kritisiert SPD-Kreischef

Neuköllns Bildungsstadträtin wegen Nahost-Posts auf Instagram gerügt

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel hat die Stadträtin für Bildung, Janine Wolter, offiziell wegen ihrer Aktivitäten auf Instagram gerügt. Im Mittelpunkt der Kritik stehen Beiträge zum Nahostkonflikt, die nach Ansicht von Kritikern nicht die Zurückhaltung zeigen, die von einer Amtsträgerin erwartet wird. Der Streit eskalierte, nachdem Hikel bekannt gegeben hatte, wegen schwindender Unterstützung in seiner Partei nicht erneut für das Amt kandidieren zu wollen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auslöser der Kontroverse war eine offizielle Anfrage der Neuköllner CDU-Fraktion, die Bedenken gegen Wolters Verhalten in den sozialen Medien geäußert hatte. Im Herbst 2025 hatte Wolter Beiträge eines politischen Influencers gelikt oder geteilt, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Einer der Posts bezog sich auf die Abfangaktion der israelischen Marine gegen die „Global Sumud-Flotille“.

Hikel warf Wolter vor, als Stadträtin ihre Pflicht zur Neutralität vernachlässigt zu haben. Wolter entgegnete, sie habe die Inhalte des Influencers nicht genau geprüft und werde diese künftig nicht mehr teilen. Trotz der Kritik schlug die Neuköllner SPD-Führung sie als Hikels Nachfolgerin vor; ihre Kandidatur wurde später auf einem Parteitag bestätigt.

Die Rüge unterstreicht die Spannungen um das Verhalten von Kommunalpolitiker:innen in sozialen Medien. Wolters Nominierung zur nächsten Bezirksbürgermeisterin bleibt von der Auseinandersetzung unberührt. Der Fall zeigt, wie stark öffentliche Persönlichkeiten wegen ihrer Online-Aktivitäten unter Beobachtung stehen.

Quelle