19 April 2026, 18:06

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Rückgänge in Industrie und Energie, Dienstleister wachsen

Schwarze und weiße Karte von Ober- und Niedersachsen mit geographischen Merkmalen wie Flüssen, Bergen und Städten mit beschreibendem Text.

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Rückgänge in Industrie und Energie, Dienstleister wachsen

Niedersachsens Wirtschaft durchlebte 2024 ein schwieriges Jahr: Die Gesamteinnahmen sanken um 1,8 %. Zwar verzeichneten einige Branchen Zuwächse, doch deutliche Rückgänge in Schlüsselsektoren belasteten die finanzielle Bilanz der Region schwer. Trotz der Einbrüche in zentralen Bereichen erreichte der Umsatz aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen rund 746 Milliarden Euro.

Die größten Verluste verzeichneten das Verarbeitende Gewerbe und die Energiebranche. Die Erlöse im Maschinenbau, in der Metallherstellung und -verarbeitung – allesamt Teil des verarbeitenden Gewerbes – brachen um 5,5 % ein. Noch dramatischer entwickelte sich die Lage bei den Energieversorgern: Hier stürzten die Umsätze um 17 % ab.

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Doch nicht alle Sektoren litten unter der Flaute. Die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen legten kräftig zu. Diese positiven Entwicklungen reichten jedoch nicht aus, um die Verluste in Produktion und Handel auszugleichen.

Trotz des Umsatzrückgangs stieg die Zahl der Unternehmen in Niedersachsen leicht an: um 0,6 % auf 276.260 im Jahr 2024. Dieser Zuwachs an Betrieben steht im Kontrast zur insgesamt rückläufigen Umsatzentwicklung und unterstreicht die ungleichmäßige wirtschaftliche Lage in der Region.

Die Bilanz für 2024 fällt gemischt aus: Die starken Leistungen im Dienstleistungssektor konnten die deutlichen Einbrüche in der Industrie und Energiewirtschaft nicht kompensieren. Bei einem Gesamtumsatz von 746 Milliarden Euro und einem moderaten Anstieg der Unternehmenszahlen steht Niedersachsen vor weiteren wirtschaftlichen Anpassungen im kommenden Jahr.

Quelle