05 May 2026, 17:12

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und warnt vor Eskalation

Detailierte Karte der iranisch-sowjetischen Grenze mit geografischen Merkmalen und Grenzinformationen.

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und warnt vor Eskalation

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Er warnte, dass sich die Lage in der Straße von Hormus auf ein inakzeptables Niveau zugespitzt habe. Seine Äußerungen fallen in eine Phase steigender Spannungen nach iranischen Angriffen auf zivile Schifffahrt in der Region.

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Nouripour warf der Bundesregierung vor, gegenüber dem Iran eine rein reaktive Haltung einzunehmen. Berlin habe es versäumt, wirksame Schritte einzuleiten, und europäische Staaten damit den Handlungen Teherans schutzlos ausgeliefert, so der Politiker. Besonders kritisierte er Außenminister Johann Wadephul (CDU), dem er vorhält, in der Iran-Politik nicht entschlossener vorzugehen.

Der Grünen-Politiker verwies zudem auf das wachsende Selbstbewusstsein Irans in den Verhandlungen. Teheran glaube mittlerweile, die Oberhand zu haben – bestärkt durch das Fehlen einer klaren europäischen Antwort. Nouripour betonte, dass es in der Straße von Hormus keinen offiziellen Waffenstillstand gebe, wo iranische Kräfte weiterhin Handelsschiffe angreifen.

Um die Pattsituation zu durchbrechen, forderte er die betroffenen europäischen Länder auf, mit eigenen Vorschlägen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Ohne neue Initiativen werde sich die aktuelle Blockade nur weiter verschärfen, warnte Nouripour.

Seine Kritik unterstreicht die Dringlichkeit eines proaktiveren europäischen Vorgehens. Mit seinem Aufruf zu neuen Verhandlungen will er dem von Teheran wahrgenommenen Machtvorsprung in der Region entgegenwirken. Die Angriffe auf zivile Schiffe in der Straße von Hormus bleiben ein zentraler Risikofaktor für die internationale Schifffahrt und Sicherheit.

Quelle