05 June 2026, 17:58

Olympiabewerbung 2036: Deutschland zögert zwischen Chance und Risiko

Berlin und Olympia

Olympiabewerbung 2036: Deutschland zögert zwischen Chance und Risiko

Deutschland erwägt Olympiabewerbung – doch die Entscheidung bleibt ungewiss

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September eine Kandidatenstadt für die Ausrichtung der Olympischen Spiele auswählen. Doch die öffentliche Unterstützung ist gespalten, und politische Hürden könnten die Pläne zum Scheitern bringen.

2015 lehnten die Hamburger Bürger in einem Referendum eine Bewerbung ab – 51,6 Prozent stimmten mit Nein. Die aktuelle Haltung der Stadt bleibt unklar, da Umfragen eine gemischte Zustimmung zeigen. Für eine erneute Abstimmung wäre im Hamburger Landtag eine Zweidrittelmehrheit nötig – eine Hürde, die weder Hamburg noch Berlin bisher überwunden haben.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner setzt sich für eine Volksbefragung ein, doch die Opposition blockiert. Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und die Kampagne „NoOlympia“ sammeln Unterschriften, um eine Abstimmung gegen die Bewerbung zu erzwingen. Selbst wenn Berlin ausgewählt wird, könnte ein Referendum 2027 das Vorhaben noch stoppen. Stadtvertreter wie Sportmanager Kaweh Niroomand betonen zwar, das Risiko einer Ablehnung sei gering – doch rechtliche Fristen machen eine Volksabstimmung frühestens in einem Jahr möglich.

Unterdessen zeigen München und Nordrhein-Westfalen größere Begeisterung: Rund zwei Drittel der Befragten in diesen Regionen befürworten die Ausrichtung der Spiele. Doch ohne klaren Favoriten wird die DOSB-Entscheidung Ende September mit Spannung erwartet.

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Die Wahl des DOSB am 26. September wird den Weg Deutschlands zu den Olympischen Spielen bestimmen. Sollte Berlin den Zuschlag erhalten, könnte ein Referendum 2027 die Bewerbung noch kippen. Angesichts politischer Gräben und schwankender öffentlicher Meinung bleibt das Ergebnis völlig offen.

Quelle