Pionierin unter Beschuss: Wie Marie-Louise Eta gegen Sexismus im Fußball kämpft
Lina KrügerPionierin unter Beschuss: Wie Marie-Louise Eta gegen Sexismus im Fußball kämpft
Marie-Louise Eta, die erste Trainerin in der Geschichte der deutschen Männer-Bundesliga, sieht sich seit ihrer Ernennung mit sexistischen Angriffen im Netz konfrontiert. Das Thema gewann erneut an Aufmerksamkeit, nachdem es zu einem Austausch auf Social Media zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Union Berlin gekommen war.
Eta absolvierte Ende 2022 im Rahmen ihrer UEFA-Pro-Lizenz-Ausbildung ein Praktikum bei RB Leipzig. Später teilte sie ein Fotocollage ihrer Zeit beim Verein, das sie mit Spielern und dem damaligen Trainer Marco Rose zeigt. Der Beitrag zog jedoch sexistische Kommentare nach sich – etwas, das RB Leipzig entschieden zurückwies.
Der Club teilte Etas Collage erneut, und zwar als Reaktion auf einen Tweet von Union Berlin, in dem von den "ungeliebten Rivalen" die Rede war. RB Leipzigs Begleittext lautete: "Euer Cheftrainer fand nicht nur die Stadt ganz nett…" Damit lenkte der Verein die Aufmerksamkeit auf Etas professionelle Verbindung zum Team.
Horst Heldt, Sportdirektor des 1. FC Union Berlin, verurteilte die sexistischen Angriffe gegen Eta öffentlich. Auch RB Leipzig positionierte sich klar und erklärte, Sexismus habe im Club keinen Platz. Zudem betonte man, man freue sich darauf, Eta in Zukunft wieder begrüßen zu dürfen.
Etas Ehemann Benjamin trainiert derzeit die U20-Frauenmannschaft von RB Leipzig. Trotz der anhaltenden Anfeindungen wird ihre Arbeit im Fußball zunehmend gewürdigt. Der Social-Media-Austausch hat die sexistischen Angriffe gegen Eta weiter in den Fokus gerückt. Beide Vereine haben nun öffentlich Stellung gegen solches Verhalten bezogen. Eta bleibt eine Pionierin im deutschen Fußball – RB Leipzig signalisiert weiterhin Unterstützung für ihre künftige Zusammenarbeit.






