05 May 2026, 12:04

Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration gegen die Anti-Kriegs-Bewegung in Berlin, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ist ein Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen zu sehen.

Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Am vergangenen Wochenende fand vor dem Hauptbahnhof von Halle eine Protestkundgebung statt, die sich gegen die Gladiator Fight Academy richtete. Die Demonstranten warfen der Kampfsportschule vor, ein Treffpunkt für rechtsextreme Gruppen zu sein, und forderten ihre Schließung. „Nazis raus aus unseren Kiezen“-Rufe hallten durch die Gegend, als sich die Menschenmenge versammelte, um gegen das Studio zu protestieren.

Im Mittelpunkt der Proteste standen die mutmaßlichen Verbindungen der Schule zu rechtsextremen Netzwerken. Die Veranstalter sprachen von etwa 300 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl auf rund 170 schätzte. Kritiker warfen dem Gym vor, Gewalt und Diskriminierung zu dulden.

Die Gladiator Fight Academy steht bereits seit Längerem in der Kritik. Erst kürzlich richteten die Betreiber in Teutschenthal die Premiere ihrer neuen Gladiator Fight Series aus – bei der ein rechtsextrem geprägtes Publikum anwesend war. Eine zentrale Figur im Umfeld des Gyms ist Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, der heute eine führende Rolle im Team einnimmt.

Auch andere Personen mit Bezügen zur Schule haben Verbindungen in die rechtsextreme Szene. So soll Christopher Henze, der angeblich der rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig zuzurechnen ist, in der Einrichtung aktiv sein. Hans Krüger, Fan des Energie Cottbus und Nachwuchstrainer im Gym, tritt zudem bei dessen Veranstaltungen an. Daraufhin, dass bei der Premiere auch die AfD-Politiker Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß gesichtet wurden, verstärkten sich die Bedenken hinsichtlich der politischen Ausrichtung der Kampfsportschule.

Die Demonstration unterstrich die wachsende Besorgnis über die Aktivitäten des Gyms. Die Protestierenden forderten dessen Schließung mit der Begründung, es diene als Rekrutierungsort für extremistische Gruppen. Die Polizei überwachte die Kundgebung, meldete jedoch keine größeren Zwischenfälle.

Der Protest erhöht den Druck auf die lokalen Behörden, sich mit dem Betrieb der Gladiator Fight Academy auseinanderzusetzen. Angesichts der Verbindungen zu Personen wie Weiland und Henze bleibt die Schule weiter unter genauer Beobachtung. Die Organisatoren der Demonstration kündigten an, sich weiterhin für eine Schließung einzusetzen.

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