08 May 2026, 00:12

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Warnungen vor unseriösen Hochschulen mehren sich

Logo der Universität Leipzig mit einem lila und gelben Wappen mit einem regal aussehenden Drachen auf einem weißen Hintergrund.

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Warnungen vor unseriösen Hochschulen mehren sich

Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland hat mit 402.000 Eingeschriebenen für das Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand erreicht. Fast 60.000 von ihnen kommen aus Indien – die größte Gruppe ausländischer Studierender im Land. Doch es mehren sich die Bedenken hinsichtlich der Behandlung dieser Studierenden, insbesondere an privaten Hochschulen in Berlin.

Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat Alarm geschlagen und warnt vor bestimmten privaten Hochschulen. Diese würden fragwürdige Studiengänge anbieten, die den Erwartungen der Studierenden nicht gerecht würden, so Mukherjee. Viele kämen erst an und stellten fest, dass ihre Kurse weder angemessene Standards erfüllten noch anerkannt seien.

Im Zentrum des Problems stünden laut Mukherjee Vermittlungsagenturen in Indien. Diese operierten in einer rechtlichen Grauzone und lockten Studierende oft mit falschen Versprechungen an. Besonders indische Studierende seien von solchen Praktiken überproportional betroffen.

Mukherjee fordert eine strengere Kontrolle der privaten Hochschulen. Zudem stellt er infrage, wie einige staatlich anerkannte Programme überhaupt akkreditiert werden konnten. Darüber hinaus warnt er deutsche Hochschulen davor, mit diesen Vermittlungsagenturen zusammenzuarbeiten, die er für die Ausbeutung schutzbedürftiger Studierender verantwortlich macht.

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Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Deutschland weiterhin zu den beliebtesten Zielen für ein Studium im Ausland zählt. Da indische Studierende die größte Gruppe bilden, zeigt der Fall Lücken in der Regulierung und Aufsicht auf. Mukherjees Forderungen nach Reformen zielen darauf ab, Studierende vor täuschenden Praktiken zu schützen und für mehr Fairness in der Hochschulbildung zu sorgen.

Quelle