09 June 2026, 20:03

Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden: Stromgewinn oder Umweltrisiko?

Rheinfelden 20plus: Ab dem 1. Juli werden Einwände & Umweltfragen in Grenzach-Wyhlen diskutiert

Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden: Stromgewinn oder Umweltrisiko?

Ein großes Vorhaben zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden steht zur Debatte. Behörden, Umweltschutzorganisationen und Anwohner aus Deutschland und der Schweiz werden die Pläne im Rahmen öffentlicher Anhörungen nächsten Monat prüfen. Das Projekt zielt darauf ab, die Stromerzeugung zu steigern, stößt jedoch auf Bedenken wegen möglicher Umweltauswirkungen.

Vorgeschlagen wird das Vorhaben von der naturenergie hochrhein AG, die Abschnitte des Flusses oberhalb und unterhalb des Rheinfelder Wasserkraftwerks vertiefen möchte. Bei einer Genehmigung würden die Bauarbeiten etwa zweieinhalb Jahre dauern, wobei an zwei Ausgrabungsstellen rund 35.000 Kubikmeter Gestein abgetragen würden.

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Die öffentlichen Anhörungen zur Initiative „Rheinfelden 20plus“ finden am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, und Donnerstag, dem 2. Juli 2026, statt. Beide Termine beginnen um 10 Uhr im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen. Die Teilnahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der direkt Beteiligten; in den Sitzungen werden Stellungnahmen von Kommunalvertretungen, Unternehmen und Bürgern behandelt.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen Umweltfragen. Erörtert werden die möglichen Auswirkungen des Projekts auf den Oberrhein sowie vorgeschlagene Maßnahmen, um eventuelle Schäden an den Wasserläufen auszugleichen. Für die Bauarbeiten werden auf der deutschen Rheinseite zwei temporäre Anlegestellen eingerichtet, von denen aus Lkw das abgetragene Material abtransportieren sollen.

Die Anhörungen bieten den Beteiligten die Gelegenheit, Bedenken vorzubringen und Änderungen vorzuschlagen. Die getroffenen Entscheidungen könnten sowohl den Zeitplan des Projekts als auch die umweltbezogenen Schutzmaßnahmen prägen. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Vertiefungsarbeiten wie geplant umgesetzt werden oder einer weiteren Prüfung unterzogen werden müssen.

Quelle